Auf der Spur der grünen Welle

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Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) sorgen mit cleveren Ampelschaltungen dafür, dass in der Landeshauptstadt Busse und Bahnen so wenig wie möglich Zeit an Ampeln verlieren. Doch auch Fußgänger, Radfahrer und der übrige Straßenverkehr sollen davon profitieren.

Die Texterkolonie

Andreas Hoppe, Leiter der DVB-Verkehrsplanung

Kaum an der Ampel, springt sie auf grün – worüber sich ein Autofahrer freut, wird für die Bahnen und Busse der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) Ampel für Ampel Realität. Das muss auch so sein – denn die  Herausforderungen für die Verkehrsplanung des ÖPNV sind in den letzten Jahrzehnten merklich größer geworden. „Nie zuvor war der ÖPNV existenziell so abhängig von zufriedenen und damit zahlenden Kunden wie heute. Und heute erwarten unsere Kunden, dass die ÖPNV-Verbindungen genau so funktionieren, wie es Fahrplan oder Verbindungsauskunft versprechen“, weiß Andreas Hoppe, Leiter der Verkehrsplanung bei der DVB. „Wenn wir weitere Kunden gewinnen wollen, müssen wir die Verbindungsqualität vor allem für Umsteige­ver­bindungen verbessern“, so der Ingenieur. Aus diesem Grund arbeiten die DVB gemeinsam mit dem Straßen- und Tiefbauamt der Stadt Dresden und der TU Dresden an der Gesamt­verkehrs­optimierung von Lichtsignalanlagen (LSA) der Landeshauptstadt. Dazu gehört neben der Verbesserung der Pünktlichkeit der öffentlichen Verkehrsmittel auch die Reduzierung der Wartezeit an Ampeln.

Aus der Not eine Tugend machen

Den Verkehrsfluss im Blick: Andreas Hoppe in der DVB-Zentrale.

„Wir haben mittlerweile pro Linie mehr Ampeln als Haltestellen. Und die Wartezeiten an Ampeln sind genau so groß, wie die Fahrgastwechselzeiten an Haltestellen. Also wollen wir aus der Not eine Tugend machen und in Zukunft Ampeln auch für die Steuerung der Geschwindigkeit verwenden, was unseren Kunden wichtig ist“, so Andreas Hoppe. Seit 2013 läuft die Umsetzungsphase von neuen LSA-Steuerungen im Zugeder Dresdner Nord-Süd-Verbindung. Dadurch entstehen vier Neuerungen: die qualitätsgerechte Verkehrssteuerung (QLSA), ein Fahrerinformationssystem für Straßenbahnen, eine Schnittstelle zwischen dem Betriebsleitsystem (RBL) der DVB und der Ampelzentrale der Stadt sowie eine selbststeuernde Ampel, die den Gesamtverkehr mit einer selbständigen Phasenfolge steuert.

Verlässlicher Nahverkehr

Auf der Nord-Süd-Verbindung zwischen der Südvorstadt und Klotzsche werden die Lichtsignalanlagen nun gezielt optimiert. Bis Ende des Jahres werden insgesamt 24 Ampeln zwischen Nürn­berger Platz und der Karl-Marx-Straße / Königsbrücker Landstraße umgerüstet. Die Fahrgäste der DVB dürfen sich über eine zügige Beförderung mit passgenauen Anschlüssen und funktionierenden Verbindungen freuen.

Dieses und weitere Themen finden Sie in der Kundenzeitschrift des VVO – OberelbeTakt – Ausgabe III/2015.


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