Viel Erfahrung im Puzzlespiel

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Jens Unger koordiniert zusammen mit seinem Team den städtischen und regionalen Verkehr der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM). Mit der Direktverbindung von Meißen nach Döbeln geht eine neue attraktive Linie an den Start.

Die Texterkolonie

Jens Unger weiß ganz genau wovon er spricht, wenn es um die Entwicklung der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) in den vergangenen drei Jahrzehnten geht. Denn seit 1987 ist er bereits Mitarbeiter im Unternehmen, begann einst mit der Ausbildung zum KFZ-Elektromechaniker und arbeitet seit 2000 als Verkehrsplaner bei der VGM. In der Zwischenzeit war er unter anderem Busfahrer und Disponent und kennt das Unternehmen aus vielen Blickwinkeln. „Ich habe Schritt für Schritt die VGM kennenlernen dürfen und mir einen großen Erfahrungsschatz aufbauen können“, erklärt er. Und auf diesen greift er als Verkehrsplaner  natürlich regelmäßig zurück, wie beispielsweise bei der Kreisgebietsreform im Jahr 2008.

Den Verkehr fest im Blick: Jens Unger von der Verkehrsgesellschaft Meißen.

„Die Vereinigung der Landkreise Meißen und Riesa-Großenhain war bis dato die größte Herausforderung für uns“, blickt der 47jährige auf das spannende Projekt zurück. So mussten die Fahrpläne und Taktungen der Busse angepasst werden, da die Behörden der Kreise zusammenzogen und sich dadurch der Verkehrsbedarf völlig neu gewichtete. „Das ist ein Puzzlespiel mit Uhrzeiten, Daten und vorhandenen Fahrzeugen, bei dem am Ende alles passen muss“, weiß Jens Unger. „Deshalb ist es bei größeren Projekten ideal, wenn wir ein Jahr Vorlaufzeit haben, um besser planen zu können – sei es, wenn Landkreise verändert oder auch Schulen zusammengelegt werden.“

Das Herzstück eines Verkehrsunternehmens

„Wir müssen bei jeder Entscheidung stets die unterschiedlichen Ansprüche unserer Fahrgäste und natürlich auch deren Verkehrsverhalten im Blick haben“, betont der Planer. So werden zuerst mit Hilfe eines Fahrgastzählsystems Daten analysiert und ausgewertet, um dann auf Basis eines Fahrgastschlüssels zu entscheiden, ob zum Beispiel eine Haltestelle von einem VGM-Bus weiterhin angefahren wird. Eben diese Planungen bilden das Herzstück eines jeden Verkehrsunternehmens, denn hier werden sowohl Nachfrageorientierung als auch Daseinsfürsorge im Auge behalten. „Es ist uns dabei natürlich wichtig, attraktive Linien mit sinnvoller Taktung anzubieten“, weiß der VGM-Verkehrsplaner.

Zu ihnen zählt die verlängerte Linie 416, die von Meißen bis Lommatzsch und ab Dezember weiter bis nach Döbeln fährt. Sie bietet Kunden eine Alternative zur eingestellten Linie RB 110. In diesem Zusammenhang sind weitere Linien angepasst worden. Mehr Fahrtenpaare sollen dem Pendlerverkehr gerecht werden. Alles bleibt also in Bewegung – und dass das einem passionierten Verkehrsplaner wie Jens Unger besonders gut gefällt, dürfte wohl niemanden mehr verwundern.

Neuerungen im Busnetz Nossen

  • Linie 412 13 Fahrtenpaare (Mo – Fr)
  • Linie 416 Meißen – Lommatzsch – Döbeln (6 Fahrtenpaare täglich)
  • Linie 418 16 Fahrtenpaare (Mo – Fr, Stundentakt), 7 Fahrtenpaare (Sa / So)
  • Linie 424 15 Fahrtenpaare (Mo – Fr), 6 Fahrtenpaare (Sa / So)
  • Linie 750 14 Fahrtenpaare (Mo – Fr), 2-Stunden-Takt von Döbeln nach Nossen (Sa / So)
  • (Die Linie 750 ist ein Angebot des Verkehrsverbundes Mittelsachsen.)

Dieses und weitere Themen finden Sie in der Kundenzeitschrift des VVO – OberelbeTakt – Ausgabe IV/2015.


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