Es klemmt bei der Städtebahn

| 57 Kommentare
Kategorie: Was rollt? | Stichwörter: , , , , , , ,

Bei der Städtebahn Sachsen fallen seit mehren Monaten häufiger Züge aus und die Information dazu ist in vielen Fällen mangelhaft. Auch wir sind mit der derzeitigen Leistung der Städtebahn Sachsen (SBS) nicht zufrieden und können alle Fahrgäste, die sich über die aktuelle Situation bei der SBS beschweren, verstehen. Eine Kürzung der Zahlungen an die SBS, die wir bereits vorgenommen haben, kann aber schlussendlich auch nicht die Lösung sein – wir erwarten, dass die SBS ihren vertraglichen Pflichten nachkommt.

Von Christian Schlemper

Einer der Gründe für die momentane Situation ist schlichtweg der Mangel an Lokführern. Aus unserer Sicht ist in den vergangenen Jahren generell in der Branche zu wenig ausgebildet worden. Mit der demographischen Entwicklung wird sich das Problem weiter verschärfen, wenn jetzt keine dauerhaften Lösungen gefunden werden. Die Städtebahn Sachsen hat daher nun als Teil eines vom VVO geforderten Maßnahmenkatalogs einen Lehrgang für Lokführer gestartet und sucht aktiv Bewerber.

Neben der Personalproblematik von fehlenden Lokführern sorgt leider auch der Fahrzeugmangel dafür, dass nicht immer ausreichend Kapazitäten zur Verfügung stehen. Aktuell sind fünf der sechzehn eingesetzten Fahrzeuge der SBS aufgrund von Zusammenstößen mit Bäumen im Gleis in der Instandhaltung und fehlen somit für das Platzangebot. Die Reparaturen werden Monate dauern, da die Schäden zum Teil erheblich sind und die Züge komplett demontiert werden müssen. Leider stehen auch zu wenig gebrauchte Eisenbahnfahrzeuge auf dem deutschen Markt zur Verfügung.

Baumkollision im Müglitztal – Foto: Städtebahn Sachsen

Der Ruf nach Kündigung des Verkehrsvertrages wird nun lauter. Allerdings: Eine Kündigung des Verkehrsvertrages mit der SBS, die zuerst an rechtliche und vertragliche Bedingungen geknüpft ist, würde die Lage vorerst nur verschärfen: zuerst einmal müsste der VVO eine anderes Bahnunternehmen finden, das die Strecken befahren möchte und kann. Bevor allerdings dieses Unternehmen den Betrieb aufnehmen kann, müssen Triebwagen und Mitarbeiter gefunden und geschult werden. Die Folge sind Ersatzverkehre mit Bussen oder auch Taxen auf dem gesamten Dieselnetz über einen noch nicht absehbaren Zeitraum, da die Märkte insbesondere für Dieseltriebwagen und Triebwagenführer derzeit leergefegt sind. Zudem sind die mit einer Neuvergabe über einen kurzen Zeitraum verbundenen Kostensteigerungen und deren Folge für das zukünftige Angebot noch nicht absehbar.

Wir können allen Fahrgästen der SBS versichern, dass es uns nicht egal ist, wie der Verkehr auf unseren Bahnstrecken abläuft. Wir sehen uns als Anwalt unserer Fahrgäste und erwarten dass sich die SBS in Ihrem Interesse um schnellstmögliche Besserung bemüht. Derzeit sind mehrere Lokführer in Ausbildung, so dass wir vorsichtig optimistisch sind, dass im Herbst wieder das vollständige und vertraglich vereinbarte Verkehrsangebot zur Verfügung steht.


57 Kommentare

  1. Olav Marx

    Aber wo bleibt die Informationspflicht des Unternehmens?
    Wann fährt ein Zug, wann ist wieder ein Bus als Ersatzverkehr unterwegs und wo hält dieser dann?
    Es gibt keine Aushänge an den Bahnhöfen und Haltepunkten zu den derzeitigen Einschränkungen.
    Selbst auf der Homepage der Städtebahn erfährt man erst am gleichen Tag, welche Züge oder Ersatzverkehre fahren!
    Eine verlässliche Planung ist für jeden Kunden der Städtebahn nicht mehr möglich!
    Hier ist auch seitens des VVO absoluter Handlungsbedarf und zwar sofort.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Herr Marx, Sie haben Recht, das Unternehmen muss besser informieren. Wir sind auch dazu mit der Städtebahn im Gespräch und erwarten in diesem Punkt Lösungen. Wir wissen, dass das Unternehmen teilweise erst wenige Stunden vorher erfährt, ob ein Lokführer zum Dienst erscheinen kann, was eine Information der Fahrgäste auch nicht leichter macht. Dies soll die bestehenden Mängel nicht entschuldigen, wollte ich Ihnen aber auch nicht vorenthalten. Wie gesagt, erwarten wir, dass das Unternehmen sich um die Information seiner Fahrgäste kümmert. Viele Grüße

  2. Peter Fleischer

    Sehr schön, dass es dieses Blog gibt. Man scheint beim VVO inzwischen die Brisanz der Lage erkannt zu haben, ohne es noch positiv oder als „Provinzproblem“ darstellen zu wollen. Gerade die Städtebahn scheint ja ein großes Problem mit Transparenz und direktem Kontakt zu haben. Facebookeinträge mit Kritik werden da ja gerne mal gelöscht.

    Ich frage mich allerdings, weshalb eine zu knappe Fahrzeugdecke ein Problem darstellt, wenn es ohnehin zu wenige Triebwagenfahrer gibt? Wer soll denn zusätzliche Triebwagen bedienen?

    Ich möchte die Schäden, die man teilweise auf den Fotos erahnen kann, nicht schönreden, aber ich habe das Gefühl, dass man hier wieder den schwarzen Peter auf andere schieben will.

    Ich finde es auch überraschend, dass bei der SBS kein Lerneffekt einzusetzen scheint. Jedes mal nach einem Unwetter kommt die Meldung, dass ein Zug einen auf der Strecke liegenden Baum gestreift hat. Auch auf der Straße fallen Bäume um, ohne dass es Kritik am mangelhaften Freischnitt kommt.

    Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, den ersten fahrenden Zug nach einem Unwetter mit verminderter Geschwindigkeit fahren zu lassen, um den langen Bremsweg des Zuges ausgleichen zu können? Es würde mich auch nicht überraschen, sollte irgendwann mal ein Zug von Neustadt nach Sebnitz fahren, dass dort auch ein Baum quer liegt. Ich hoffe man gibt sich dann nicht wieder überrascht und nimmt dies als willkommene Ausrede, nicht fahren zu müssen.

    Aber dann passiert ja vielleicht nichts mehr und man könnte als SBS den schwarzen Peter nicht wegschieben….

    1. Christian Schlemper

      Hallo Herr Fleischer, danke für die lobenden Wort bezüglich des Blogs. Zu den Triebwagen: Die SBS muss zu bestimmten Zeiten auf bestimmten Strecken in Doppeltraktion fahren. Dazu benötige ich zwar auch Rangierfahrer, aber nicht analog mehr Personal. Auch wir möchten hier kein „Schwarzer Peter Spiel“: Die Aufgaben sowohl für DB Netz als auch für die SBS sind aus unserer Sicht klar und wir erwarten, dass alle Seiten im Interesse der Fahrgäste an Lösungen arbeiten. Viele Grüße

  3. Uwe Berthold

    Es ist absolut dreist von der Städtebahn, den Triebwagenmangel nur auf umgestürzte Bäume und damit auf die DB Netz abzuwälzen: Vor ein paar Wochen stand in der Zeitung, dass es an einem Bahnübergang in Ottendorf-Okrilla einen Unfall zwischen PKW und Zug mit den entsprechenden Schäden am Fahrzeug gab. Dafür kann die DB Netz sicherlich nichts. Weiterhin ist ein Triebwagen nach Aussage des SBS-Personals durch einen Rangierunfall in Kamenz defekt. Diesen Unfall hat die SBS selbst zu verantworten. Weiterhin befindet sich, auch das ist auf der Internetseite der SBS in den älteren Meldungen zu finden, ja immer ein Fahrzeug zur Neubepolsterung und Hauptuntersuchung in Delitzsch, die ja je Fahrzeug zwei bis drei Monate dauert.

    Damit zähle ich bei 5 ausfallenden Fahrzeugen lediglich 2, die Baumkontakt hatten und damit auf das Konto der DB Netz gehen.

    In Anbetracht der Nicht-Leistung der Städtebahn der letzten Monate absolut frech und dreist, so die Schuld von sich zu schieben und die Leute für blöd zu verkaufen.

    Ich hoffe doch, dass der VVO dies ebenso wie die Nichtleistungen entsprechend maßregelt. Die Betroffenen haben einen Anspruch auf die Wahrheit.

    Ansonsten sehe ich an der aktuellen Situation durchaus eine Mitschuld des VVO: Man bekommt in der Regel das, was man ausschreibt bzw. bezahlt. Wer als Verteiler öffentlicher Gelder (der Regionalisierungsmittel, die der Bund als SOZIALstaat zur Verfügung stellt) keine sozialen Mindestvorgaben macht, hat es gerade in der heutigen Zeit nicht anders verdient. Wettbewerb auf Kosten der Mitarbeiter funktioniert im Moment, wie man sieht, zum Glück nicht mehr. Leider sind die Leidtragenden in erster Linie nicht die Entscheidungsträger oder der Unternehmer (der sich ja auf Facebook nicht gerade bescheiden mit Yachtverleih im Mittelmeer und dickem Auto, vermutlich auf Kosten der eigenen Mitarbeiter gibt), sondern die Fahrgäste.

    Eine Schande für alle Beteiligten, und Besserung ist bis auf Worthülsen nicht in Sicht!

    1. Christian Schlemper

      Hallo Herr Berthold, vielen Dank für Ihre Meinung. Wie wir bereits schrieben, erwarten wir von allen Parteien, dass Sie die Arbeit leisten, die vertraglich vereinbart ist. Dazu gehören die infrastrukturellen Aufgaben bei DB Netz genauso wie das Erfüllen des Verkehrsvertrages von Seiten der SBS. Zudem erwarten wir, dass sich das Unternehmen für die selbst verschuldeten Mängel bei den Fahrgästen entschuldigt und vernünftig informiert. Ein „Du bist Schuld“ – Spiel halten wir nicht für zielführend. Zum Thema Ausschreibung: In Sachsen sieht das Vergabegesetz keine Mindeststandards vor; eine Änderung ist zuallererst Aufgabe der Politik, da wir als Verbünde nicht in die Tarifautonomie eingreifen dürfen. Dafür gibt es zudem Gewerkschaften, Betriebsräte und Tarifverträge. Wie Sie ja schrieben: Ein Wettbewerb auf Kosten der Mitarbeiter funktioniert eine bestimmte Zeit, aber nicht auf Dauer. Das sehen wir genauso und begrüßen aus diesem Grund die Gespräche zwischen GDL und der Geschäftsführung der SBS. Ebenso begrüßen wir die gesetzliche Regelung zum Personalübergang, weil nur so Lokführer und Zugbegleiter langfristige Zukunftsperspektiven in einer Region haben und der Branche erhalten bleiben. Im Ostsachsennetz wird dies erstmals Anwendung finden, sollte die Vergabe an ein anderes Unternehmen erfolgen, als die derzeit dort verkehrende Länderbahn. Viele Grüße

      1. Manuela B.

        Ich möchte gerne nach Ottendorf-Okrilla ziehen und hatte mich gefreut, dass der VVO 825.000€ unserer Steuergelder für die Verbesserung der Triebwagen bei der Städtebahn Sachsen ausgegeben hat. Auch damals vor ein paar Jahren hatte ich mich schon mal über die ca. 450.000€ unserer Steuergelder gefreut, welche für den Ausbau von Kundeninformationssystemen bei der Städtebahn Sachsen gedacht waren.
        Aktuell weiß ich nicht ob der Standort Ottendorf-Okrilla mit seinen Grundstückspreisen und dem Bahnhof Ottendorf-Okrilla Süd wirklich meine neue Heimat werden kann. Ich beobachte schon seit längerem die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Städtebahn Sachen auf der Strecke nach Königsbrück. Ganz ehrlich, da kann ich mir auch ein viel günstiges Grundstück ohne Eisenbahnanschuss kaufen. Was bei der Städtebahn abgeht und wie unsere Steuergelder verschwendet werden spottet jeder Beschreibung. Auch Aussagen auf Facebook des Geschäftsführers, über 2 Millionen Euro in die Instandsetzung der Triebwagen zu investieren, ist lächerlich, denn es sind gerade mal 133.333 Euro für jedes der 15 Fahrzeuge. Und das ist wirklich nicht viel Geld für eine Hauptuntersuchung. Früher nannte man dies Pinsel HU. Kein Wunder, wenn die Triebwagen ständig Störungen haben. Hätte man unsere Steuergelder nicht lieber einem neuen Betreiber geben sollen, als auf die unzuverlässige Städtebahn Sachsen zu setzen? Und wie kontrolliert der VVO die Umsetzung der Projekte bei der Städtebahn, für die wir Steuerzahler Geld gegeben haben? Eine weitere Verdichtung des Taktes auf der Strecke ist wohl kaum mit der Städtebahn Sachsen vorstellbar.

        1. Christian Schlemper

          Hallo Manuela B., zu einer möglichen Kündigung des Vertrages haben wir uns ja im Beitrag selber geäußert. Wir können Ihnen versichern, dass wir auf die ordnungsgemäße Verwendung der Steuergelder achten, wir werden dementsprechend auch regelmäßig vom Rechnungshof geprüft. Viele Grüße

          1. Manuela B.

            Sehr geehrter Herr Schlemper
            Ihre Anwort zeigt mir, dass Sie nicht auf das Thema Steuergeld und Standortvorteil durch einen Bahnanschluss eingehen wollen. Wir Steuerzahler haben ein Recht darauf, dass die an ein Unternehmen zweckgebundenen gezahlten Beträge auch dafür eingesetzt werden. Die Städtebahn Sachen hat in keinem Triebwagen einen Bildschirm für Fahrgastinformationen. Wurden die aber nicht durch den VVO gefördert?

          2. Christian Schlemper

            Hallo Manuela B., natürlich hat der Steuerzahler darauf ein Recht. Aber welche Informationstafeln sollen wir denn bei der SBS gefördert haben, noch dazu mit der von Ihnen genannten Summe? Derzeit unterstützen wir das Re-Design der Fahrzeuge, da wir uns dies nun leisten können – im Gegensatz zum Jahr der Vergabe, als wir aus Kostengründen nach Kürzungen durch die Staatsregierung auf die Forderung nach einem Re-Design verzichtet hatten. Viele Grüße

    2. G.Grimm

      super,
      endlich mal die Wahrheit

  4. Helmut Groß

    Irgendwie schwer vorstellbar, dass auf dem deutschen Markt zu wenig gebrauchte Eisenbahnfahrzeuge zur Verfügung stehen sollen. Was ist aus all den Desiro-Triebwagen geworden, die DB Regio im Dieselnetz Ostsachsen und im Dieselnetz des VVO eingesetzt hatte, bevor sie diese Strecken an die Länderbahn bzw. an die Städtebahn Sachsen abgegeben hat? Außerdem braucht man für nichtelektrifizierte Strecken nicht zwangsläufig Dieseltriebwagen, wie man beispielsweise auf der Strecke von Chemnitz nach Leipzig sehen kann: Mit Personenwagen und einer Diesellok geht es auch. Und Personenwagen sind im Bahnbetriebswerk Dresden-Altstadt stets in größerer Anzahl abgestellt, wie sich dort auf jeder Vorbeifahrt beobachten lässt. Dann muss die Städtebahn eben Fahrzeuge von DB Regio mieten. Die Länderbahn, damals noch Vogtlandbahn, hat das vor einigen Jahren im Ostsachsennetz auch gemacht.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Herr Groß, wenn Sie die Kontaktdaten zu Unternehmen haben, die Wettbewerbern gern betriebsbereite Fahrzeuge und das entsprechend ausgebildete Personal zur Verfügung stellen, freuen wir uns auf Ihre Vorschläge. Spaß beiseite: Schon der Einsatz von Lokomotiven und den, oft kritisierten und nun vor einem Austausch stehenden, Wagen zwischen Chemnitz und Leipzig war ebenfalls unter anderem der Tatsache geschuldet, dass es nur einen kleinen deutschen Gebrauchtfahrzeugmarkt gibt. Der Großteil des rollenden Materials ist derzeit, einfach historisch bedingt, in der Hand der DB AG und nicht etwas wie in Großbritannien im Besitz von Leasinggebern. Auch die SBS hat in der Vergangenheit, zum Beispiel 2011 zum Kirchentag, auf Fahrzeuge anderer Bahngesellschaften zurückgegriffen und setzt derzeit während der planmäßigen HU der Desiro-Triebwagen einen gemieteten Regioshuttle ein. Viele Grüße,

  5. Ralph Gruner

    Vielen Dank, dass der VVO jetzt erkannt hat, dem Thema mehr Öffentlichkeit zu geben. Der Kommentar von Christian Schlemper geht schon mal in die richtige Richtung. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen haben zu wenig für die Nachwuchsgewinnung getan. Ich mache mir noch ganz andere Sorgen: Die Unzuverlässigkeit der Städtebahn führt zur Abwanderung der Fahrgäste. Wir waren hier auf den Strecken gerade auf einem guten Weg. Für die Zukunft sehe ich da sehr dunkle Wolken. SEV ist nicht hinzunehmen. Wie sieht es denn mit Ersatzvornahme aus? Also auf Kosten des vertragswidrig handelnden Unternehmens ein anderes zu beauftragen? Und sicherlich bekleckert sich die DB Netz AG auch nicht mit Ruhm. Vegetationspflege war in der Vergangenheit ein Fremdwort. Auf der RB 71 haben wir noch ein technologisches Problem. Für den Regelverkehr werden 3 Züge benötigt. Mit relativ wenig Aufwand kann das auch mit zwei Zugpaaren abgewickelt werden. Dafür müsste zwar eine neue Kreuzungsstelle bei Stolpen entstehen (hatten wir schon) und die Streckengeschwindigkeit an einigen Stellen erhöht werden. Beim 10 Minuten Takt der S1/2 in Pirna ist es egal, wie der Anschluss auf die RB 71 organisiert ist. Ich kann nur sagen: Ran an die Probleme und Lösungen erarbeiten. Zurzeit sehe ich nur Stillstand. Leider.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Herr Gruner, die weiteren Schritte prüfen wir derzeit juristisch. Auch für eine Ersatzvornahme gelten allerdings die bereits im Blogbeitrag angesprochenen Rahmenbedingungen bezüglich Unternehmen, Fahrzeugen und Personal. Ihre Hinweise zur RB 71 gebe ich an die Kollegen der Fachabteilung weiter. Viele Grüße

  6. C. Michel

    Es wird also auf kürzere und mittlere Sicht bei diesen Ersatzverkehren bleiben. Dann sollte man aber sicherstellen, dass Busunternehmen zum Zuge kommen, die eine Zielanzeige haben (z. T. tauchen handgemalte „Zettel“ auf). Auf keinen Fall irgendwelche Taxler, die keine Ahnung von den Strecken haben und auch keine Räder mitnehmen können.

  7. Gbr. Grimm

    ich muss mal sagen das was in der SZ steht ist geradezu ein Zitat der Städtebahnhomepage.
    Da steht genau derselbe Unsinn drin.
    Ich will hier in keinem Fall den Zusammenprall mit einem Baum beschönigen. Das ist für alle Beteiligten der Horror.
    Nur was das Management der Städtebahn daraus macht ist ein Unding.
    Grimms Märchen für Erwachsene geschrieben von (mir fällt der Name gerade nicht ein).
    Fakt ist das 2 Triebwagen im Schadbestand sind, letzteres wohl einer aus der Baummisere.
    Der andere dürfte von einem BÜ Unfall in Ottendorf herrühren. Auch dafür kann das Management nichts und das wird auch jeder einsehen.
    Das man aber alle Schadbestände auf umgestürzte Bäume zurückführt da hat man dreist gelogen. Vergessen sollte man nicht die selbstverschuldete Entgleisung in Kamenz vor einigen Wochen, da stellte doch der Lokführer unter dem Fahrzeug eine Handweiche, die Folge war, vorn ging es nach rechts und der hintere Teil nach links. Intelligenz lässt grüßen.
    Nun Kapitel 2 aus Städtebahns Märchenbuch
    5 der 16 Triebwagen……., –>man siehe Zahlen,Fakten & Fahrzeuge „Triebwagen: 15 Desiro (Siemens)“ , auch das stimmt nicht. Zugunsten für das Unternehmen was ja immer bekräftigt: „Wir sind täglich für Sie unterwegs mit dem Anspruch: zuverlässig, pünktlich und freundlich zu sein.“ sei gesagt das sich generell ein Fahrzeug zur Hauptuntersuchung befindet und man deshalb von der Hanseatischen Eisenbahn ein Fahrzeug angemietet hat. Bauart bedingt kann der Tw jedoch nur in Solo Traktion auf dem betriebenen Streckennetz verkehren.
    Nun muss man nicht der große Mathematiker sein um auszurechnen 15-1+1= 15. Und: nur wenige Triebfahrzeugführer können dieses Fahrzeug bediehnen. Schon hier kommt das Missmanagement diese Unternehmens zur Geltung.
    Kapitel 3: “ Vor allem der Schaden vom November 2017 auf der Strecke nach Kamenz und der jetzige vom vergangenen Samstag erreichen ein Volumen von ca. 750 T€. Bei erstgenannten Zusammenprall wurde der komplette Triebkopf des Zuges zerstört. Der Zug ist heute, neun Monate später, immer noch in der Reparatur.“ die nächste Lüge, das Fahrzeug steht von der Innenausstattung befreit in Ottendorf und soll neu bestuhlt werden. Hierzu sucht man bei der Städtebahn sicher noch einen Raumausstatter. Ich glaub da muss man in der Führungseben gar nicht weit suchen!
    Kapitel4: „Infolge Ausfall durch Unfallschäden verkehren folgende Züge am 09.08.2018 mit nur 1 Triebwagen“
    so liest man es schon 2 Tage auf der Homepage.
    Wundersam ist nur die Spontanheilung der Triebwagen, da hat die gute Fee wohl Wünsche über Nacht erfüllt.
    Wenn man sich jedoch den Umlauf anschaut wo nur 1Tw verkehrt, kommt man zu dem Schluss, das ist genau der Umlauf wo in Dresden verstärkt und geschwächt wird.
    Da war es dann wohl eher Mangel an Triebfahrzeugführern, Das sich diese auch auf den Durchläufer Ottendorf- Altenberg auswirkt ist wohl.
    Hier heult man an der falschen Stelle und zieht über DB netz her. Immer andere sind schuld nur wir nicht.
    Kapitel 5: 10 neue Lokführer beginnen die Ausbildung, derzeit sind 6 übrig geblieben!

    1. Christian Schlemper

      Hallo, wir finden es bedauerlich, dass Sie solch umfassende und detaillierte Kritik anonym und öffentlich in dieser Form äußern. Nichtsdestotrotz geben Ihre Aussagen im Haus natürlich zur Prüfung weiter. Viele Grüße

  8. SBS-nicht-Nutzer

    „Einer der Gründe für die momentane Situation ist schlichtweg der Mangel an Lokführern.“

    Man könnte die Leute halt auch einfach mal vernünftig entlohnen, da wundert es mich nicht, dass die lieber bei DB arbeiten wollen, anstatt bei der SBS….
    Bei Drehscheibe-online ist die Rede von 500 € brutto weniger Einstiegsgehalt….

    Vielleicht sollte die SBS da mal ansetzen, dann finden sich sicherlich auch wieder genug Lokführer.

    1. Christian Schlemper

      Hallo, leider sind inzwischen alle Bahngesellschaften, inklusive der DB AG, von Personalmangel betroffen. Das alleine wird aus unserer Sicht das Problem nicht lösen, daher drängen wir ja auch darauf, dass die Bahngesellschaften mehr ausbilden. Viele Grüße

      1. SBS-nicht-Nutzer

        Na, wenn auch die DB AG Probleme mit Personalfindung hat, dann bitte ich doch mal um eine Liste, wie viele S-Bahn-Dresden-Züge in der letzten Zeit wegen Personalmangel ausgefallen sind. Ich denke, diese Liste wird extrem kurz werden…., im Gegenteil zur SBS-Liste…

        1. Christian Schlemper

          Hallo, für uns und jeden betroffenen Fahrgast ist jeder ausgefallene Zug einer zu viel. Da ist es ganz egal, wie lang welche Liste ist. Viele Grüße

  9. Frank Netzer

    Hallo
    Ist das wirklich Ernst oder doch nur ein schlechter Scherz, dass man heute den letzten Zug komplett als SEV fahren will? Aber Sie haben schon auf dem Schirm, dass heute der Kaiser in der Stadt ist und vielleicht etwas mehr los sein könnte?
    Wie lange soll der Transport mit einem VT noch weiter gehen? Ab nächster Woche ist Schulstart!!!!! Es ist jetzt schon eine Zumutung für alle Fahrgäste. Man fühlt sich mittlerweile wie Schwein beim Viehtransport. Dort sollte man vielleicht schon bald über Schmerzensgeld nachdenken!!!
    Auch ist es unverschämt die Fahrgäste so kurzfristig über „Fahrplanänderungen“ zu Informieren, so dass man früh erst mal prüfen muss ob man überhaupt auf Arbeit und zurück kommt. Da hat man schon den Vorteil von einem Bahnanschluss und weis nicht ob man ihn nutzen kann.
    Vielleicht wäre es mal Zeit das sich die Geschäftsführung selbst in die Pendlerzüge setzt (welche mit einem VT gefahren werden) um die kuschlige Atmosphäre zu genießen.
    Viel Spaß dabei

    Grüße aus Pulsnitz

    1. Christian Schlemper

      Hallo Frank Netzer, wir geben Ihren Beitrag an die Städtebahn Sachsen weiter. Wie bereits betont, erwarten wir, dass das Unternehmen seine Verpflichtungen erfüllt. Insbesondere zum Beginn des neuen Schuljahres drängen wir unsererseits auf verbindliche Informationen für die Fahrgäste und eine Besserung der Situation. Viele Grüße

  10. G.Grimm

    Na wenn die Geschäftsführung nicht schon längst den Vogel abgeschossen hätte, so täte sie es heute. Da fahren die Züge teilweise nur zwischen Kamenz und Radeberg und der Fahrgast wird auf die Trilex verwiesen. Nachzulesen auf der Homepage der Städtebahn. Nur von den 35 min. Wartezeit spricht niemand.

    Vielleicht sollte man mal hier schauen: https://czech-house.eu/
    Die Geschäftsführung hat wohl was neues am Start?

    Und zum Kommentar von Hr. Netzer;
    die Städtebahn hat das Konzert sicher im Blick. Um 18:55 fällt der Zug ja ersatzlos aus. Vielleicht trägt man sich mit der Hoffnung, wenn weniger hinkommen fahren auch weniger zurück.

    1. Christian Schlemper

      Hallo, Ihrer Kritik an der heutigen Situation können wir nur zustimmen. Zu den Aktivitäten der Geschäftsführer fragen Sie diese doch bitte selber. Viele Grüße

  11. Grit Bayr

    Es ist echt zum ko…wie hier mit Menschen umgegangen wird. Der Herr dort im Büro muss doch wirklich denken wir Pendler sind blöd und bekommen nicht mit was dort im Unternehmen so abläuft. Nur um sein Ego zu schützen, trägt man einen Machtkampf der eher einer Schmierenkomödie gleicht, auf dem Rücken der Fahrgäste und des Zugpersonals aus.Ich weiß nicht ,ob der Herr sich freuen würde, wenn sein Personal permanent zu spät kommt( Entschuldigung ich vergaß….die kommen wahrscheinlich Garn nicht)….mein Chef tut es jedenfalls nicht. Ich kann nur vor dem noch standhaft bleibendem Zugpersonal den Hut ziehen, denn das sind diejenigen, die dafür den Kopf hinhalten müssen, für das was dort am Schreibtisch beschlossen wird.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Frau Bayr, danke für Ihren Kommentar, den wir an die Städtebahn Sachsen weiterleiten. Viele Grüße und trotz des Ärgers ein schönes Wochenende

  12. Peter Steinke

    Hallo,

    eigentlich wollte ich auch auf die Probleme der SBS eingehen, aber die sind ja inzwischen allseits bekannt und müssen nicht nochmal erörtert werden.

    Dann gehe ich eben das andere, im Moment weitaus größere Problem an.

    Die derzeitigen spontanten Busnotverkehre (denn es sich ja keine geplanten Schienenersatzverkehre) leiden alle unter dem gleichem Problem: Die Haltestellen liegen teilweise weitab von den Haltepunkten und ortsunkundige Fahrgäste wissen erst recht nicht, wo sich diese befinden. Nun kann man sagen: „Es gibt doch Aushänge an den Haltepunkten, wo die Ersatzhaltestellen sind.“ Ja, klar. Wer allerdings wenige Minuten vor der planmäßigen Abfahrt des Zuges am Bahnhaltepunkt ist, der schafft es einfach nicht mehr bis zur Bushaltestelle. Bis die Fahrgäste dort sind ist der Bus längst über alle Berge.

    Vorschlag 1:
    Durch die SBS wird ein „Busnotverkehrsfahrplan“ mit den Fahrzeiten und Haltestellen(!) kommuniziert, welcher im Falle eines BNV in Kraft tritt. Auf diesesn wird dann beim spontanen BNV verwiesen und sowohl Fahrgäste als auch Personal (= Busfahrer) haben etwas, wonach sie sich richten können.

    Vorschlag 2:
    Der Z-VOE sollte als Besteller überlegen, ob nicht ein planmäßiger und veröffentlichter Schienenersatzverkehr das kleinere Übel gegenüber dem großen Ärger über den spontanen Busnotverkehr ist. Also so, wie es z.B. auf der RB71 schon zwischen Neustadt und Sebnitz gemacht wird.
    Natürlich sollte auch solch eine Maßnahme zeitlich befristet werden. Und dann auch nicht immer wieder verlängert und verlängert und verlängert (siehe Neustadt-Sebnitz).
    Der große Vorteil wäre aber, dass die SBS sowohl Personal als auch Fahrzeuge für andere Strecken frei hat, so wenigstens dort der Betrieb stabil ist. In Summe sollten sich hoffentlich die Einschränkungen für alle Fahrgäste im Rahmen halten.

    Zur Frage der möglichen Ersatzfahrzeuge aber noch ein Hinweis. Die Hunsrückbahn von Boppard nach Emmelshausen verkehrt demnächst für 14 Wochen wegen Bauarbeiten im SEV. Auch wenn die dortigen RegioShuttle etwas speziell sind, so wären sie vielleicht dennoch vorübergehend als Ersatzfahrzeuge verfügbar? Vielleicht sogar mit den entsprechenden Lokführern? Anfragen kostet sicher nichts. Traut euch!
    Natürlich sollte man jetzt nicht mit dem Gegenargument der hohen Kosten für die Überführungsfahrten kommen. Nur wo ein Wille ist, ist auch ein Weg zur Lösung!

    1. Christian Schlemper

      Hallo Peter Steinke, wir befürworten ebenfalls das Einrichten von geregeltem SEV, daher haben wir die SBS ja zum entsprechenden Buseinsatz zwischen Sebnitz und Neustadt aufgefordert. Ihre Vorschläge zum Busnotverkehr gebe ich an die SBS weiter, ebenso den Hinweis zu möglichen Ersatzfahrzeugen. Viele Grüße

  13. Rainer Ullrich

    Hmmm.

  14. Kuno

    So, ich im Raum Kamenz/Königsbrück lebend und täglich nach Dresden mit PKW auf Arbeit fahrend, überlegte aufgrund der staugeplagten A4 nahperspektivisch mit ÖPNV nach Dresden zu pendeln.
    Da müsste ich mich allerdings auf die vorhandenen Bahnverbindungen verlassen können. Meiner Wahrnehmung/Beobachtung (vom Auto aus) nach fahren da neben den schicken Triebwagen auch immer mal wieder unangekündigt SEV oder gar nix (das sehe ich dann an den mehreren wartenden Menschen).
    Weiß nun nicht, obs an der SBS oder am VVO klemmt – da scheint da ja ne Vertragsbeziehung zu bestehen? Und wenn der eine seiner Vertragspflicht nicht nachkommt – was macht dann der andere? Hat der überhaupt ein Problem damit, oder sind es „nur“ die darauf angewiesenen Fahrgäste?
    Zum allgemeinen SBS-hate würde ich gern auch mal die Wahrnehmung der Verantwortung des VVOs nachfragen. Ohne damit die SBS in Schutz nehmen zu wollen.

    Aktuell verlass ich mich dann doch lieber die A4. Oder anders: ich beneide nicht die Menschen, die keine Alternative mit Auto haben wie ich.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Kuno, wir versichern Ihnen, dass wir ein großes Problem mit der mangelhaften Leistungserbringung der SBS haben und pönalisieren das Unternehmen entsprechend. Viele Grüße

  15. Lutz Märtens

    Heute morgen, Ersatzloser Ausfall der Städtebahn zwischen Radeberg und Dresden Hbf bzw Gegegenrichtung.

    Information gleich Null.

    Erst gegen 10:00 Uhr kamen die entsprechenden Ansagen von S&S, die auf nachfolgende Trilex-Züge bis Radeberg verwiesen. Trilex-Personal war auch nicht informiert, von wem auch? Städtebahn Geschäftsführung bzw Leitstelle duckt sich wohl ab, anstatt andere beroffene EVUS wenigstens zu informieren, damit sie paar grundlegende Informationen an die Reisenden liefen können.

    Tut mir leid, ich hab noch nie ein EVU erlebt, dass seine Fahrgäste so im Stich lässt…
    Und das Zugbegleitpersonal kann da sicher nichts dafür, die halten für ihren Hungerlohn den Kopf tagtäglich hin.

    Aber lieber VVO, Ihr seid selber schuld, „Wer billig will, bekommt billig“.

    Gruss, Märtens (langsam richtig sauer).

    1. Christian Schlemper

      Hallo Lutz Märtens, wie erwähnt, sind wir insbesondere mit der Informationspolitik nicht zufrieden und erwarten, dass die SBS sich um ihre Fahrgäste kümmert. Wir können Ihren Ärger daher gut verstehen. Viele Grüße

  16. Lutz Märtens

    Ich lese mir das gerade noch mal in Ruhe durch, Herr Schlemper.

    Ihre Antwort: „Zu den Aktivitäten der Geschäftsführer fragen Sie diese doch bitte selber. „,

    setzt ja wohl dem Baum die Krone auf!!! Ist an Frecheit nicht zu überbieten seitens von Ihnen.

    „SIE“ sollten die Geschäftsführer fragen, wie sie einen reibungslosen Betrieb abwickeln wollen und wie sich ihre sonstigen Aktivitäten mit diesem Ziel in Einklang bringen lassen.

    Und wenn diese es nicht können, nach allen Beteuerungen der letzten Monate, dann gehört ihnen der Verkehrsvertrag entzogen.

    Das ist ihre Aufgabe.

    Aber ihre Antworten zeigt mir auch…. Abwiegeln, aussitzen, es kommen bessere Zeiten.
    Wie die beiden Herren auch argumentieren.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Lutz Märtens, bei allem Ärger habe ich eine Bitte: Auch der Ton macht die Musik. Würden wir das Thema „nur aussitzen oder abwiegeln,“ hätten wir diesen Beitrag nicht erstellt. Viele Grüße

  17. Stammfahrer

    Ich möchte an der stelle mal die Arbeit der Trilexarbeiter, Lokführer sowie die netten Kundenbetreuer loben und hervorheben.
    Da kann die SBS sich eine Scheibe abschneiden !

    Ich fahre täglich Zug, und wurde z.b. am Freitag ab Bautzen 06:36Uhr, von einen sehr netten Kundenbetreuer beraten.

    Die meisten Kundenbetreuer der SBs sind da meistens etwas genervt, wenn mann mal ne frage hat !

  18. Heiko Haufe

    Ich habe bis jetzt viel vom Bahn fahren gehalten. Aber wenn ich heute nach Dresden fahre und abends um 23.00uhr nach Hause fahren will und auf dem Bahnhof steht an der Info tafel nur Zug fällt aus ohne jegliche Erläuterung bzw Alternative das kann ja wohl nicht wahr sein. Das ich dann ein Taxi nehmen muss um nach hause zu kommen ist unterste Kanone. Geschweigedenn vom bezahlten Fahrschein.

  19. Helge Mai

    Wann wird die Geschäftsführung der Städtebahn zur Verantwortung gezogen? Wir Kundenbetreuer von TRILEX bekommen die Wut der Fahrgäste der Städtebahn zu spüren.
    Der VVO sollte endlich die Notbremse ziehen.
    Helge Mai, KSP bei TRILEX

    1. Christian Schlemper

      Hallo Helge Mai, wie wir schon erwähnt haben, schauen wir nicht tatenlos zu. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir nicht jede Handlung bzw. jede Entscheidung öffentlich bekannt geben. Sie können versichert sein, dass sich die Verantwortlichen kümmern. Viele Grüße

  20. De Maddl

    Die Probleme mit der Anzahl der Triebfahrzeugführer der SBS sind doch völlig hausgemacht. Es gab früher eine funktionierende Mannschaft, ausreichend Tfs und gut ausgebildete Zugbegleiter. Wo sind sie denn hin? Die besten haben schnell das Weite gesucht, als sie gemerkt haben, welch Ausbeutergesellschaft hier am Markt ist. Einige Illusionäre blieben, versuchten, für alle einen halbwegs akzeptablen Tarifvertrag zu bekommen. Diese Leute wurden rausgeekelt, aus fadenscheinigen Gründen gekündigt oder so gemobbt, dass sie schlussendlich aufgaben und von selbst gingen. Dabei wollten alle nur eine gerechte Bezahlung und vor allem bessere Arbeitsbedingungen. Beides gibt es bis heute nicht und ist auch nicht absehbar, wann es eintritt.

    1. Christian Schlemper

      Hallo, wir finden es bedauerlich, dass Sie solch umfassende Kritik anonym und öffentlich in dieser Form äußern. Nichtsdestotrotz nehmen wir Ihre Ausführungen und Meinung zur Kenntnis. Viele Grüße

      1. De Maddl

        Herr Schlemper, ich äußere solche Kritik gern öffentlich, aber doch anonym, weil die SBS immer noch etwas Geld übrig hat, um solche Aussagen anwaltlich zu unterbinden. Aber schicken sie doch mal ihre eigenen Leute inkognito los und stellen beim derzeitigen Personal die richtigen Fragen. Da bekommen sie auch ein paar Informationen. Langfristig gesehen hoffe ich auf die Einsicht, nicht nochmal irgendeine Strecke an diese Firma zu geben!

  21. Christian Schuhmann

    Hallo Namensvetter Herr Schlemper!

    Zunächst einmal Lob dass sie mit dem Thema mehr und mehr an die Öffentlichkeit gehen. Leider enthält der Artikel viele Halb Wahrheiten, was ich ihnen aber nicht zum Vorwurf machen möchte. (…)

    Traurige grüße

    1. Christian Schlemper

      Hallo Herr Schumann, da Ihr Beitrag in einigen Teilen aus unserer Sicht eine Verleumdung darstellt, veröffentlichen wir diesen hier nicht ein. Wir arbeiten mit allen Verkehrsunternehmen pragmatisch und ergebnisorientiert zusammen. Kritische Punkte bezüglich der Leistungserbringung werten wir grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit aus. Wir können Ihnen aber versichern, dass wir uns für die Interessen der Fahrgäste einsetzen. Viele Grüße

      1. Falk Wehner

        Wieso werten Sie dann kritische Punkte der Leistungserbringung nicht in der Öffentlichkeit aus?? Sie verantworten hier schließlich das Geld der Fahrgäste und Steuergelder und die meisten Fahrgäste sind auch Steuerzahler und haben ein Recht auf Transparenz, doch das scheint man im VVO vergessen zu haben, sie sind kein Privatunternehmen das sich auf Betriebsgeheimnisse berufen kann!!

        1. Christian Schlemper

          Hallo Falk Wehner, wir denken nicht, dass eine öffentliche Diskussion effizienter in der Problemlösung ist, als zielorientierte Gespräche. Die Philosophie unseres Controllings können Sie gern auch hier nachlesen: http://blog.vvo-online.de/vertrauen-ist-gut-kontrolle-ist-auch-nicht-schlecht/ Natürlich haben Sie recht, was Transparenz betrifft. Die Mittelverwendung des Verbundes können Sie auf den Euro genau in den Jahresberichten nachlesen. Diese finden Sie auf unserer Internetseite unter https://www.vvo-online.de/de/vvo/nahverkehrsplan-vergaben/jahresberichte-6285.cshtml Weitere Zahlen finden Sie unter https://www.vvo-online.de/de/vvo/portrait/index.cshtml Viele Grüße

  22. Max Wunder

    Die zustände der SBS sind mittlerweile sowas von Katastrophal. Da ich darauf angewiesen bin, muss ich endlich mal meinen Druck ablassen, denn schließlich bezahle ich für Leistung! Wie kann es denn zum Beispiel sein, dass die Klimaanlage mal funktioniert und mal nicht. Entweder benötige ich so wenig Klamotten, weil ich das Gefühl habe ich sitze in der Sauna oder ich sitze im Sommer mit Winterklamotten in der SBS. Irgendetwas läuft da falsch. Da fahre ich lieber mit der S-Bahn aber leider fährt diese nicht nach Königsbrück. Ach und ein Vorteil haben die S-Bahn noch: Sie halten Freiberger Straße!!! Dadurch muss ich Mitte austeigen und mehrmals umsteigen um an mein Ziel zu kommen. Deswegen bringe ich meistens mein Fahrrad mit um einfach schneller voran zu kommen als x-mal umzusteigen. Wird dies endlich möglich sein, dass auch die SBS mit der Umstellung auf halbstündlich mit eingeführt wird? Aber mal ganz ehrlich ich sollte lieber wieder auf ein Auto umsteigen, da komme ich schneller ans Ziel und pünktlich! Dennoch ist mir bewusst, dass dies schädlicher für die Umwelt ist aber wenn die SBS/VVO nicht hinbekommt pünktlich, an wichtigen Haltepunkte zu halten, Züge gar ausfallen oder durch SEV kein Fahrrad mitgenommen werden kann, kann ich mich nicht darauf verlassen und ich komme zu spät auf die Dienststelle. Bevor weitere Lokführer ausgebildet werden, sollte mal lieber darauf geachtet werden, dass Steuergelder ordentlich in die Triebfahrzeuge gesteckt werden, denn sonst wird der SEV niemals aufhören! Ein anderes Bahnunternehmen lässt sich auch finden, wenn dafür eine Ausschreibung gemacht wird! Es wird generell zu viel drum herum gerettet, statt endlich auf den Tisch zu hauen um den Sorgen der Kunden nach zu kommen!
    Was sind in Zukunft für Verbesserungen geplant?
    Wie sieht es nun mit Haltepunkt Freiberger Straße aus?
    Soll in Zukunft auf der Strecke nach Königsbrück endlich eine ordentliche S-Bahn fahren?
    Wie lange soll ich bzw. all eure Mitfahrerinnen und Mitfahrer solche Zustände antun?
    Nur reden und entschuldigen bringt nicht! Es besteht mehr als nötiger und dringender Handlungsbedarf!

    1. Christian Schlemper

      Hallo Herr Wunder, gern geben wir Ihre Vorschläge zur RB 33 weiter. Ein halt der Züge aus Königsbrück am Haltepunkt Freiberger Straße ist allerdings auch in Zukunft nicht geplant. Viele Grüße

  23. Alex aus KM

    Hallo lieber VVO.

    Es ist positiv anzumerken, dass es jetzt, wenn auch ziemlich spät, dieser Blog eröffnet worden ist.

    Bevor ich länger aushole, ist es mir ein besonderes Anliegen, dem Personal der SBS Respekt zu zollen, welches, auch durch diese miserablen Umstände, noch Ihre Arbeit verrichten und Ihren Kopf hinhalten müssen. Auch müssen wir als Servicestelle hinhalten und den Frust (der total verständlich ist) der Fahrgäste ertragen und das ist nicht mehr hinnehmbar. Wir erhalten keinerlei Gegenleistungen sondern müssen jeden einzelnen Tag unser bestes geben, damit wir hier Überleben können und dies geschieht NUR wenn auch Fahrscheine verkauft werden.

    Gleichzeitig ist es aber beschämend ansehen zu müssen, dass ein Geschäftsführer nicht einmal in der Lage ist, wenn er schon sein Personal den „Haien“ vorwirft, öffentlich zu danken.

    Leider kann man die Aussage „Hallo, wir finden es bedauerlich, dass Sie solch umfassende Kritik anonym und öffentlich in dieser Form äußern. Nichtsdestotrotz nehmen wir Ihre Ausführungen und Meinung zur Kenntnis.“ so nicht stehen lassen. Es gab immer und immer wieder Hinweise, auch an den VVO, wie die Geschäftsführung mit Ihren Mitarbeitern, Fahrzeugen und Fahrgästen umspringt und dies wurde anscheinend nie ernst genommen.

    Auf der Facebookseite der Städtebahn werden, NACHWEISLICH, Kommentare gelöscht und Benutzer gesperrt, nur weil Sie der Wahrheit entsprechen aber dem Geschäftsführer nicht passen.

    Die Pönalisierung ist zwar ein gutes Druckmittel, aber im Falle der SBS ist dieses Mittel einfach nicht mehr haltbar. Durch die „Dauer“pönalisierung durch Ausfälle und Ersatzverkehre, Nichtbesetzung durch Kundenbetreuer,etc. ist der Teufelskreis und damit die Spirale nach unten längst im fortgeschrittenem Stadium angekommen. Weniger Geld auf der Einnahmenseite heißt gleichzeitig weniger Geld für zukünftiges Personal, Reparaturen und sonstige positive Auswirkungen für die Fahrgäste. Ein Aufwärtstrend kann sich faktisch gar nicht mehr einstellen.

    Wie auch viel Schreiber vor mir geschrieben haben, ist das letzte Wochenende die Krönung des Ganzen. Die miserable Informationspolitik und der Verantwortungslose Umgang mit den Fahrgästen ist echt die Höhe. Da ist die Nichtbesetzung durch Kundenbetreuer am Freitag (Leistungen: 73870,871,874,875,880,881,884,885,948 und 949) noch das kleinere Übel obwohl die Fahrgäste mit dem 949 als Bus von DD nach KM fahren sollten. Besonders dreist ist dann auch noch, einfach die Fahrgäste auf den trilex zu verweisen und die eigenen Mitarbeiter zur Demütigung mit dem trilex mitzuschicken.

    Der VMS hat durch die Beschaffung der eigenen Fahrzeuge (EMS) deutlich bessere Spielräume geschaffen um Betreiberwechsel besser in den Griff bekommen zu können ohne das Fahrzeugprobleme entstehen würden. Selbstverständlich ist dies auch mit einem hohen Kostenfaktor verbunden, aber unfähige Betreiber wären schneller ablösbar. Dies wäre sicher für die Zukunft im VVO auch mal denkbar.

    Und zu letzt. Was ist so schwer einfach mal ordentlich zu Informieren? Dies kostet kein Geld, sondern setzt nur eindeutig Interesse für die Fahrgäste vor raus.

    Die Einzigsten Informationen die man auf der FB-Seite der SBS findet, sind Theaterspiele und Klagelieder. Bitte hinterfragt, besonders im Interesse der Steuerzahler und Fahrgäste, wirklich jede Auskunft welche die Geschäftsführer der SBS tätigen, wie auch einige Vorschreiber es bereits erwähnt haben, werden dem VVO, der Presse und der Fahrgäste viele Märchen erzählt.

    Liebe Grüße aus Kamenz

    1. Christian Schlemper

      Hallo Alex, Ihr Lob an die SBS-Mitarbeiter geben wir gern weiter. Die werden es bestimmt gern hören. Im Punkt der mangelhaften Information sind wir ganz bei Ihnen und bestehen auf Verbesserungen. Viele Grüße

  24. falk.wehner@yahoo.de

    Sehr geehrte Damen und Herren bei dem VVO,

    leider hat es ewig gedauert eh man sich dem Thema beim VVO angenommen hat und die Proteste der Kunden zur Kenntnis genommen hat. Bei allen Problemen bei dem Grünschnitt durch die DB Netz AG, die zu den zahlreichen Unfällen und damit bedingten Fahrzeugausfällen bei der Städtebahn geführt haben, zu denen der VVO scheinbar auch keine Meinung hat und nicht beim EBA vorstellig geworden ist, was scheinbar erst passiert, wenn es bei einem Unfall dann mal Tote gibt, gibt es natürlich schon seit Jahren massive Personalprobleme bei der Städtebahn, die mit den Arbeitsbedingungen im Unternehmen zu tun haben und die sich auf Grund der allgemein verschärften Personalsituation in diesem Bereich, sich jetzt bei der Städtebahn besonders gravierend auswirkt. Wenn man das Zögern des VVO hier richtig deutet ist es dem VVO doch ganz recht, das jetzt besonders auf der Strecke Pirna – Sebnitz die Fahrgastzahlen durch den Schienersatzverkehr einbrechen und man im nächsten Jahr verkünden kann, das die Zahlen so schlecht sind, das ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr machbar ist und man auf Bus umstellen muss, dann kann man schnell einen Plusbus organisieren und wieder ist man eine Schienenstrecke im Bereich des VVO los, denn wichtig sind nur die Bahnstrecken von und nach Dresden, der Rest der Bevölkerung soll bitte froh sein wenn ein Bus fährt, auch wenn man länger unterwegs ist, wie gerade im Bereich der Sächsischen Schweiz. Was unternimmt denn der VVO um bestehende Bahnstrecken, die nicht nach Dresden führen zu erhalten und mit attraktiven Verkehr zu beleben und nicht nur eine Politik des Abbau des Schienenverkehrs ausserhalb von Dresden wie seit Jahren weiter zu verfolgen und damit entscheidend mit zur Politikverdrossenheit besonders auf dem Lande beizutragen?? Die Verbesserungen der letzten Jahre galten ausschließlich der S-Bahn in Dresden und maximal noch den 2 Bahnstrecken nach Königsbrück und Kamenz. Wann kommen auch zusätzliche Züge auf den Strecken Heidenau – Altenberg(sprich redet man mit DB Netz AG über den Ausbau dieser Strecke um zusätzliche Züge fahren lassen zu können?)
    und für die Strecke Kamenz – Senftenberg um endlich eine bessere Anbindung für die Region Westsachsen in Richtung Berlin/Cottbus anbieten zu können?

    1. Christian Schlemper

      Hallo Falk Wehner, es ist nicht unser Interesse, die Nebenstrecken stillzulegen: Nicht umsonst haben wir das Angebot zwischen Sebnitz und Neustadt in den vergangenen Jahren verdichtet und bieten seit dem letzten Fahrplanwechsel durchgehende Züge zwischen Altenberg, Dresden und Königsbrück an. Wir verdichten das Angebot von und nach Dresden nicht, weil es uns besonders gefällt, sondern weil dort viele Menschen pendeln. Viele Grüße

      1. Falk Wehner

        Hallo Herr Schlemper,
        die Herstellung einer durchgehenden Verbindung zwischen Königsbrück, Dresden und Altenberg ist auch mal eine gute Aktion, aber sie könnte noch ausgeweitet werden, denn auch zwischen Kamenz und Altenberg gibt es vielleicht Kunden, die gern durchfahren würden, besonders in den Ferien oder auch am Wochenende. Die Voraussetzungen mit der Städtebahn wären eigentlich da, da diese alle diese Strecken betreibt, aber die gegenwärtigen Probleme zeigen, das es überhaupt nicht möglich ist solche Gedankenspiele zu betreiben. Im Übrigen geht man an anderer Stelle wie im ZVNL und beim VMS anders vor. Dazu beigefügt der Link https://www.zvnl.de/wp-content/uploads/2018/08/PM-Stellungnahme-RB-110-final.pdf
        Hier redet man nicht nur sondern handelt und die Probleme sind hier weit geringer als bei der Städtebahn.

  25. Abo-Kartenbesitzer

    Mein Vorschlag an den VVO:

    Kündigung des gültigen Vertrages zum 31.03.2019. Somit bliebe genügend Zeit, das Schienennetz neu auszuschreiben und alle weiteren Details zu klären. Nur Mut! Und es wird bestimmt auch Vertragsklauseln geben, die eine vorzeitige Beendigung zulassen. Tatbestände sollten ja mittlerweile ausreichend vorhanden sein, welche diesen Schritt ohne große Gerichtsverhandlungen ermöglichen!

    MfG

  26. Lilli

    Hallo liebes Team vom VVO,
    wie Maddl schon geschrieben hat, ist der aller größte Teil des super funktionierenden Teams nicht mehr bei der SBS, weil sie von der GF verkrauelt worden sind. Das waren Tf’s, die ihren Beruf (den mal aus Leidenschaft ausübt und nicht weil es das Arbeitsamt so vorschlägt) über Jahre gelernt haben und Erfahrungen hatten.
    Wie sollen Tf’s, die den Beruf 9 Monate erlernen, die Erfahrungen haben, gegenüber denen, die es 3 Jahre lernen? Wenn dann nur noch Quereinsteiger im Führerstand sitzen und selber keine Störung (die ja hin und wieder vorkommen) behoben bekommen, sind ja die nächsten großen Verspätungen und Ausfälle vorprogrammiert.
    Aus diesem Grund, finde ich es nicht sonderlich beruhigend, dass die Fahrgäste “ damit bei Laune gehalten“ werden, dass mit den neuen „Tf’s “ alles besser wird.
    Naja jetzt haben alle den Salat und ich denke der eine oder andere Mitarbeiter hat ein leichtes Lächeln im Gesicht, dass er nicht mehr bei der SBS arbeiten muss/darf und wusste, dass es so kommen wird.

Kommentar verfassen

* Pflichtfelder bitte ausfüllen
Die Angabe Ihrer E-Mail-Adresse ist freiwillig.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und nicht weiter verarbeitet.