Zufrieden reicht manchmal nicht

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Die Städtebahn Sachsen betreibt mit 15 Triebwagen vom Typ Desiro das Dieselnetz im VVO. Die Triebwagen erhalten unter Beteiligung des Verkehrsverbunds ein Re-Design. Marketingleiterin Franziska Straube erklärt uns kurz vor ihrem wöchentlichen Work-out, wie sich die Städtebahn weiterentwickeln will.

Nils Brabandt/ Konzept Konzept

Franziska Straube, Marketingleiterin bei der Städtebahn Sachsen während ihrem wöchentlichen Work-out

Franziska Straube, Marketingleiterin bei der Städtebahn Sachsen während ihrem wöchentlichen Work-out

Ihr Motto lautet „Perfekter Service zu wettbewerbsfähigen Preisen.“ Wie geht das überein?

Mit der Motivation jedes Einzelnen. Wir arbeiten in einem kleinen Team und da müssen wir uns aufeinander verlassen können. Wir arbeiten konsequent an einem hohen Niveau des Angebotes gerade für die Region. In den letzten Monaten hatten wir mit einigen Herausforderungen zu kämpfen, unter anderem mit Baumkollisionen. Gerade dann ist es wichtig, den Kunden souverän, freundlich und zuverlässig gegenüberzutreten. Das schafft eine stabile Basis für lange Zeit.

Die Triebwagen werden optisch neugestaltet? Steckt da mehr dahinter?

Wir legen sehr großen Wert darauf, dass das Erscheinungsbild der Triebwagen in einem zeitgemäßen Look daherkommt. Nach einer gewissen Zeit war da eine Überarbeitung notwendig. Allerdings wollen wir auch auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Mit unserem neuen Tischdesign können die Gäste nun direkt ablesen, wo die Städtebahn Sachsen sie überall hinbringen kann. Außerdem tauschen wir die Sitze aus und erhöhen den Komfort. Es geht uns also nicht nur um die Optik.

Ein Zug kommt sogar im VVO-Design …

Wir freuen uns sehr, dass wir im November einen Zug mit Motiven aus dem Müglitztal und im Partner-Design des Verbundes auf die Schiene bringen konnten. Da wir mit dem VVO für die Region unterwegs sind, hat das VVO-Design an unserem Triebwagen symbolischen sowie wegweisenden Charakter. Für die Unterstützung seitens des VVO sind wir sehr dankbar.

Wie wichtig ist für Sie der Verbundtarif?

Die Bedeutung des VVO für die Städtebahn ist nicht einfach nur „wichtig“ – der VVO ist in seiner Form die Basis für jede einzelne Zugfahrt, die wir den Kunden anbieten können. Denn alle unsere Strecken befinden sich im Verkehrsverbund Oberelbe. Eine harmonische Zusammenarbeit ist deswegen wichtig. Eine gemeinsame Planung, Struktur und Organisation des  Schienen­personen­verkehrs ist unabdingbar.

Hat man es als mittelständisches Privatunternehmen schwerer?

Sicherlich ist es nicht einfach. Größere Wettbewerber profitieren beispielsweise von einem größeren Fuhrpark, der bei Störungen eine stabile Rückfallebene bildet. Aber ich möchte nicht die Schwierigkeiten in den Mittelpunkt rücken, sondern die Chancen, die sich daraus ergeben. Neue Projekte machen schließlich nicht deswegen Spaß, weil sie einfach sind, sondern weil man etwas Neues schaffen kann. Der Weg zum Ziel ist manchmal schwierig, jedoch bestimmt nicht der Wind die Richtung, sondern das gesetzte Segel.

Wie hat sich das Umfeld in den vergangenen Jahren verändert?

Wir konnten uns von 2010 bis heute als zuverlässiger Partner im Schienenpersonennahverkehr etablieren. Eine Veränderung ist sicherlich in der steigenden Nachfrage zu spüren. Immer mehr Kunden fragen nun vor allem nach Taktverdichtung und schnelleren Reisezeiten. Auch die Ansprüche hinsichtlich Komfort haben sich verändert. Allen Bedürfnissen gerecht zu werden, ist eine Kunst der Gegenwart.

Was wünschen Sie sich für die kommenden 20 Jahre?

Erst einmal würde es uns sehr freuen, wenn wir nach 2024 immer noch im Verbundraum unterwegs sind. Weiterhin wäre es sicher eine Bereicherung für alle, wenn der steigenden Nachfrage auch eine Anpassung des Angebots in jeglicher Hinsicht erfolgt. Ein permanenter Ausbau der Infrastruktur – auch nach 2030 – sowie eine Optimierung der Fahrzeugausstattung sollten dabei Grundlage eines zukunftsorientierten Schienenpersonenverkehrs sein.

Weitere interessante Wegbegleiter finden Sie im Verbundbericht 2017-2018 – „20“.


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