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Digital trifft analog: In der Leitzentrale der Dresdner Verkehrsbetriebe lassen sich die Echtzeitdaten mit den aktuellen Fahrgastinformationen der App vergleichen.

Fast so wichtig wie eine pünktliche Bahn ist die genaue Fahrplanauskunft. Denn ohne Letzteres besitzt die präzise Taktung des ÖPNV nur einen philosophischen Wert. Kein Wunder also, dass der Verkehrsverbund Oberelbe und die 14 Verkehrsunternehmen an einer ständigen Verbesserung der Fahrgastinformationen und dem Zusammenspiel von Infrastruktur, Fuhrpark, Mitarbeitern sowie analoger und digitaler Technik arbeiten.

Von Nils Brabandt

Digital trifft analog: In der Leitzentrale der Dresdner Verkehrsbetriebe lassen sich die Echtzeitdaten mit den aktuellen Fahrgastinformationen der App vergleichen. Seit vergangenem November haben der VVO und die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) einen großen Schritt dafür getan: „Mit der neuen mobilen Webseite und dem Launch der kostenfreien Hybrid-App sind wir jetzt ganz nah am Kunden dran“, erklärt Informatiker Richard Mösch von den Verkehrsbetrieben. Vereinfacht gesagt, übersetzt die App die Webseiten, die VVO und DVB jeweils in ihren unternehmenseigenen Farben betreiben, aufs Smartphone und kann diese Daten sogar noch mit nützlichen Features anreichern. „Die App wurde über den Zeitraum von knapp einem Jahr extern entwickelt“, sagt Dirk Geppert, Projektverantwortlicher beim VVO, „und ist kostengünstig zukunftssicher, da technische Veränderungen an der Webseite vorgenommen werden können, ohne dass die App angefasst werden muss.“ So könnte etwa der mehrsprachige Ausbau des Informationsangebots oder neue Funktionen schrittweise und reibungslos vorangetrieben werden.

Die wichtigste Neuerung für die Kunden ist aber auf den ersten Blick nicht zu erkennen – dafür in der Praxis ein unschlagbares Argument für die App: „Alle unsere Daten erscheinen jetzt in Echtzeit auf dem Handy. So werden mögliche Verspätungen, Umleitungen oder Ausfälle direkt in den Fahrplan eingespeist“, erklärt René Böhm. „Auf Wunsch gibt es alle Störungen im Liniennetz auch als Textnachricht, sodass Nutzer immer gut informiert sind und ihre Fahrtroute individuell anpassen können.“ Für die Entwicklung flossen die Erfahrungen der vergangenen Jahre und die Wünsche der Fahrgäste ein. „Über den gesamten Zeitraum saßen viele Abteilungen an unserem Planungstisch, aber Meinungsverschiedenheiten gab es fast nie, da sich die Vorstellungen von einem nutzerfreundlichen und zukunftssicheren Service nahezu deckten“, beschreibt VVO-Experte Geppert rückblickend das Gemeinschaftsprojekt.

Viele Partner am Erfolg beteiligt

Und so bleibt man auch weiterhin im produktiven Kontakt. Eine offene Baustelle ist beispielweise noch die Verbindung zum digitalen Fahrscheinservice. „Momentan können wir die Kunden innerhalb der App nur an HandyTicket weiterleiten. Das geht aus unserer Sicht wesentlich komfortabler“, sagt René Böhm. „Aber dafür muss sich HandyTicket flexibler zeigen. Am Ende kann auch die App nur so gut sein wie alle beteiligten Partner in diesem großen Getriebe.“ Wie gut das Angebot ankommt, zeigen die Downloadzahlen in den App Stores von Google und Apple. Innerhalb von zwei Monaten wurde die App fast 55.000 Mal heruntergeladen. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung für das Angebot, das die seit 2011 bestehenden mobilen Webseiten vvo-mobil.de und m.dvb.de ersetzt.

Kritische Anmerkungen zum mobilen Helfer gibt es auch. „Technische Mängel versuchen wir natürlich schnellstmöglich zu beheben. Die Entwicklung ist ein steter Prozess und allen kann man es nie recht machen“, sagt Dirk Geppert. „Wir stellen daher über unsere Schnittstellen die Daten auch anderen Entwicklern zur Verfügung.“ Denn auch hier sind sich VVO und DVB einig: „Die Hauptsache ist für uns, dass die Kunden mit Bus und Bahn fahren.“

Mehr zu diesem und weiteren Themen lesen Sie im aktuellen VVO-Verbundbericht.


12 Kommentare

  1. Bernd Böttcher

    der VVO und Kundenfreundlich bekomme keine anwort in der katiegorie alles was rollt im abschnitt fahrplanbuch. seit 8.10.17 keine antwort bekommen. Freundlicher sind die Dresdner Verkehrsbetriebe AG die prüfen meine Vorschläge unverzüglich ab und bekomme schnell ein fitback

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, schade, dass Sie mit uns nicht zufrieden sind. Wir haben gedacht, dass wir alle Ihre Kritikpunkte, unter anderem auch schon persönlich bei Ihrem Besuch, beantwortet haben. Gern können Sie sich an das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr wenden. Viele Grüße

  2. Bernd Böttcher

    Wenn die Politik nicht so schlafen würde und die Verkehrsverbünde mehr geld bekommen würden wären die Strecken Pirna-Sebnitz und Heidenau – Altenberg besser angebunden. Bei den Anschlüssen habert es noch etwas und deswegen setze ich mich für die reisenden ja so ein. Will den VVO nichts böses. Im ganzen bin ich zu frieden. Gibt ebend auch dinge mir mir nicht gefallen wie RE3 und S2. Werde da solange kämpfen. Am liebsten würde ich mit den VVO der Politik den marsch blasen. Freiberg,Chemnitz,Zwickau,Reichenbach, und Plauen ohne Fernverkehr. Das kann nicht das ziel sein. Wenn die bürger ihre Vorschläge wie im Thüringen bei den Verkehrsverbünden einreichen könnten wäre vielen geholfen und der VVO müsste das nur prüfen ob es wirtschaftlich wäre. Laut DB Navigartor soll es eine Verbindung von Altenberg nach Königsbrück geben und von Ottendorf-Okrilla Süd nach Altenberg. Wenn da was dran ist sollte man nach denken die RB33 auf zu geben und die RB72 verlängern von Altenberg bis nach Königsbrück. So würde das lässtige umsteigen entfallen. Bei solchen dingen lassen die leute sicher das auto stehen.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd, in der Tat ist die Verknüpfung von RB 33 und RB 72 geplant – allerdings erst einmal nur für ein Zugpaar. Dem muss die Verbandsversammlung am 29.11. aber noch zustimmen. Viele Grüße

  3. Bernd Böttcher

    Finde ich klasse und hoffe das es nicht nur ein Zugpaar ist pro richtung.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd, zu Beginn ist erst einmal ein Zugpaar geplant. Wir werden sehen, wie das Angebot angenommen wird. Viele Grüße

  4. Bernd Böttcher

    wie gehts mit der Müglitztalbahn,RB71 und S2 weiter? Viele bürger die Sonntags zum Flieger müssen müssen leider im Hbf Dresden umsteigen was viel stress im reisen bedeutet. Was wird da noch Passieren?

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd, derzeit sind keine Veränderungen an Sonntagen geplant, da die Nachfrage recht gering ist. Viele Grüße

  5. Bernd Böttcher

    Völlig der falsche weg. Die S2 ist für die Sächsische Schweiz sehr wichtig da man mit der Anschluss nur vom RE3 auf S2 passt. Das die S2 nur sonntag bis hbf verkehrt außer im Advent. Man sollte die S2 Täglich fahren lassen nur so ist die Sächsische Schweiz gut angebunden und bringt ein ohne umstieg zum flieger. Kunden haben immer recht

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd, vielen Dank für Ihre Meinung. Viele Grüße

  6. Bernd Böttcher

    Der monat november ist fast rum und hab keine kundenzeitschrift bekomm. Macht mich schon Traurig.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd, das soll nicht sein. Ich gebe Ihre Kritik an PostModern weiter. In Pirna erhalten Sie den OberelbeTakt bei der OVPS und in den Zügen der DB und Städtebahn. Viele Grüße

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