Doppelstöckig oder mit Talent? Zu den Zügen im VVO

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Züge haben verschiedene Formen: Im Dresdner S-Bahn-Netz sitzt man auf zwei Etagen, zwischen Dresden und Leipzig im Großraumabteil des Talent 2 und nach Altenberg in kleineren Triebwagen, die den Namen Desiro tragen. Egal womit Sie unterwegs sind: Der VVO stellt hohe Anforderungen an die Unternehmen, die diese mit ihren Fahrzeugen erfüllen müssen.

Desiro der Städtebahn Sachsen

Die Unternehmen entscheiden, mit welchen Zügen sie an den Ausschreibungen teilnehmen. Natürlich spielen dabei auch die Kosten eine Rolle: Der VVO finanziert das Angebot auf den Gleisen mit Steuermitteln, hat ein begrenztes Budget und ist per Gesetz zu wirtschaftlichem Handeln verpflichtet. So rollen auf vielen Strecken, unter anderem von Dresden nach Leipzig, Hoyerswerda und Cottbus, Triebwagen vom Typ E-Talent 2, die wirtschaftlicher zu betreiben sind als die Doppelstockwagen mit einer Lokomotive.

Auf dem Saxonia-Express nutzt die DB Regio ein Konzept des Stärken und Schwächens, je nachdem wie viele Fahrgäste unterwegs sind. In der Hauptverkehrszeit sind zwei Triebwagen mit deutlich mehr als 400 Sitzplätzen unterwegs, zu anderen Zeiten fährt nur eine Einheit. Durch diesen wirtschaftlichen Betrieb konnte der Zuschusssatz gesenkt werden, das Angebot an Samstagen wurde auf einen Stundentakt verbessert und die Fahrgäste profitieren wegen der höheren Geschwindigkeit der Züge von kürzeren Fahrzeiten.

Talent 2 der DB AG

Im Elbe-Elster-Netz hat sich die DB Regio
mit einem Mischkonzept gegen ihre Mitbewerber durchgesetzt: Hier setzt das Unternehmen Doppelstockwagen und Triebwagen ein, die passend zur Nachfrage unterwegs sind. So rollen am Wochenende die Doppelstockwagen mit ihren großen Mehrzweckabteilen auf der wichtigen Strecke Dresden – Elsterwerda, in der Woche fahren hier vorrangig Triebwagen.

 

Kritik am Talent 2  zwischen Dresden und Leipzig

Der Vertrag regelt, dass sich die DB Regio um den genauen Einsatz der Fahrzeuge kümmert. Einzige Forderung: Alle Fahrgäste sollen sitzen können. Die Fahrgäste werden von der DB Regio AG regelmäßig auf den einzelnen Fahrten gezählt und die Größe der Züge entsprechend angepasst. So rollen die Trieb­wagen im Berufsverkehr morgens und nachmittags plan­mäßig in der größtmöglichen Kombination mit zwei gekuppelten 3- und 5-teiligen E-Talent 2-Einheiten. Nachdem dies zu Beginn recht holprig lief und viele Züge überfüllt waren, sind jetzt speziell am Wochenende größere Triebwagen mit mehr Platz unterwegs. An Samstagen und Sonntagen wurden 19 Fahrten verstärkt, 12 Züge fahren in Doppeltraktion, also mit zwei Triebwagen. Darüber hinaus verstärkt die DB die Kapazitäten bei Veranstaltungen wie Stadtfesten und Fußballspielen.

Talent 2 in Leipzig

Der VVO hat eine Kapazität für 6 Rollstühle beziehungsweise 26 Fahrräder vorgegeben, wenn die Fahrzeuge in der Maximalkonfiguration, also einem 5- und einem 3-teiligen Triebwagen, gemeinsam unterwegs sind. Ist der Zug kürzer, sind entsprechend weniger Kapazitäten vorgeschrieben. Zum Zeitpunkt der Ausschreibung waren diese Anforderungen ausreichend. Zwischen der Erfassung der Daten und dem Beginn eines neuen Ver­kehrs­ver­trages vergeht natürlich Zeit, in diesem Fall drei bis vier Jahre. Diese Zeit wird benötigt, um einerseits die Ausschreibung erfolgreich abzuschließen, andererseits dem neuen Betreiber die Zeit zu geben, Fahrzeuge zu erwerben, Personal einzustellen und sich auf die Betriebsaufnahme vorzubereiten. Allerdings mussten wir in diesem Zeitraum feststellen, dass die Zahl der beförderten Fahrräder, nicht nur auf dieser Strecke, deutlich zugenommen hat. Viele Stammkunden nutzen die Möglichkeit, ihr Fahrrad kostenfrei mitzunehmen. Auch Studenten bringen ihre Räder öfter mit in den Zug. Darüber hinaus macht sich auf dieser Strecke auch das verschlechterte Angebot des Fernverkehrs bemerkbar: Mehr Fahrgäste nutzen den regelmäßig verkehrenden RE 50 anstelle der im unregelmäßigen Takt fahrenden IC- und ICE-Züge.

Der VVO hat im Rahmen der Ausschreibung umfangreiche Anforderungen an die Bewerber bezüglich der Fahrzeuge gestellt. Die DB hat versichert, dass die Fahrzeuge vom Typ E-Talent 2 die Forderungen erfüllen. Allerdings mussten wir feststellen, dass die Nutzung des Fahrzeuges durch Konstruktionsmängel wie Abfallbehälter im Beinbereich, Klappsitze in Eingängen, schmale Gangbreiten und der Installation einer Toilette zwischen Tür und Mehrzweckabteil nur eingeschränkt möglich ist.

Der VVO setzt sich daher im Interesse der Fahrgäste gegenüber der DB Regio für Verbesserungen ein. Die Überfüllung der Fahrzeuge aufgrund des Einsatzes zu kleiner Einheiten stellt eine mangelhafte Leistung dar, die der VVO pönalisiert, also mit Strafzahlungen belegt. Darüber hinaus wurden Klappsitze aus den Einstiegsbereichen entfernt und die Abfallbehälter umgebaut. Der VVO ist trotz dieser Anpassungen mit der erbrachten Leistung auf der Strecke noch nicht voll zufrieden.

 


72 Kommentare

  1. EH

    Die Abfallbehälter stören immer noch extrem bei den Talent 2 im 4er Sitzbereich. Warum werden die Abfallbehälter nicht seitlich an den unteren Sitzstützen montiert? Bei unseren Nachbarn in Tschechien gibt es in den neueren Fahrzeugen der Skoda BR 440 (RegioPanther) oder der Skoda BR 471 (CityElefant) nur noch Abfallbehälter die seitlich an den Sitzstützen montiert sind. Bei den Tschechischen Zügen ist ein bequemes sitzen daher kein Problem! Darüber hinaus sind die Laufeigenschaften, die Sitzaufteilung und der Innenraumgeräuchpegel bei den Skoda Triebfahrzeugen wesentlich besser als bei den Talent 2 Fehlkonstruktionen…

    1. Christian Schlemper

      Zum RE 50 noch ein Hinweis: Am 1. Mai fuhr der Saxonia-Express erstmals auch an einem Feiertag Vormittag im Stundentakt zwischen Dresden und Leipzig. Noch an 9 weiteren Sonn- und Feiertagen in diesem Jahr wird auf dieser Linie das Angebot verbessert. Bei positiver Resonanz möchten wir es gerne dauerhaft zur Verfügung stellen. Eine Pressemitteilung mit allen Fahrtagen finden Sie unter https://www.vvo-online.de/doc/pm/140428_PI_RE_50.pdf

  2. Bernd Böttcher

    Lieber VVO könnte die RB30 nicht um wandeln als S3 die dann bis Hof Hbf fährt.
    und RE3 umwandeln als S3X .
    Es wäre schön wenn man die S2 auch am Wochenende fahren lassen würde und verlängern nach Bad Schandau und Schöna. Finde es nicht gut das Meißen – Döbeln nix mehr fahren soll 2015. Versucht doch mal ein stundentakt das könnte die Fahrgastzahlen ansteigen lassen. Wäre von Meißen und Döbeln sowie Döbeln – Borsdorf eine Oberleitung könnte man die S1 bis Leipzig Hbf durchbinden. Wäre nicht schlecht wenn ihr die U28 bis Ceska Lipa hl.n. durchbindet.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, ob die Züge nun S oder RB heißen, ist aus unserer Sicht zweitrangig. Unsere S-Bahn definieren wir an einem dichteren Takt. Zur Abbestellung Meißen – Döbeln finden Sie zahlreiche Informationen unter http://bit.ly/QXBcIu. Ihre Vorschläge zur S 2 und der Verlängerung der U 28 gebe ich gerne weiter. Viele Grüße

  3. Bernd Böttcher

    Könnte man nicht die SB72 länger fahren lassen bis die letze S1 fährt?
    In den Stoßzeiten ein 30 minutentakt.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, der VVO untersucht derzeit eine mögliche Verbesserung der Anbindung des Müglitztals. Ein 30-Minuten-Takt ist wegen der Eingleisigkeit der Strecke und fehlender Kreuzungspunkte nicht einfach so herstellbar. Viele Grüße

  4. Bernd Böttcher

    Lieber VVO könntet ihr mit der DB reden das es möglich ist das man mit dem Monatkarte Verbundraum,Tageskarte Verbundraum, Nachtticket sowie mit den Länderticket das man mit den Frenverkehr fahren könnte.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, danke für den Vorschlag. Wenn wir möchten, dass VVO-Tickets auch im Fernverkehr gelten, kann die DB von uns dafür einen finanziellen Ausgleich verlangen. Ich gebe Ihren Wunsch aber gerne an die Kollegen weiter. Viele Grüße

  5. Bernd Böttcher

    Es wäre schön wenn man mit den den Ländertickets und Quer-durchs-Land ticket alles fahren könnte in VVO-Gebiet

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, das Sachsenticket oder auch das Quer-durchs-Land-Ticket sind Angebote der DB AG. Wird das Ticket auch in den Straßenbahnen und Bussen anderer Verkehrsunternehmen anerkannt, so muss sich die DB AG zu den Konditionen mit den betroffenen Unternehmen verständigen: Ihnen steht ja dann ein Anteil der Einnahmen aus den Tickets zu. Im Gebiet des VVO sind neben der DB AG noch 12 weitere Unternehmen tätig, unter anderem die DVB AG oder der Regionalverkehr Dresden (RVD). Der VVO kann die Gespräche, die es zwischen den Unternehmen zu diesem Thema gibt, zwar begleiten, hierzu aber keine Entscheidung treffen da es die Einnahmen der Unternehmen sind, über die hier entschieden werden muss. Viele Grüße

  6. Bernd Böttcher

    Wäre schön wenn es eine Direktverbindung nach Trier Hbf gebe. Man ist 12 Stunden unterwegs mit bis zu 7 Umstiegen. Mit der Direktverbindung wäre man schneller. Gebt das bitte an die DB weiter.

  7. Bernd Böttcher

    Wann fährt der RE20 nach Melnik? geplant war es ja für 2013 wie es mal in der Morgenpost stand.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, die entsprechenden Planungen wurden wegen der langen Reisezeit bis Melnik vorerst auf Eis gelegt. Fahrgäste in diese Richtung sind dann recht lange mit dem Zug unterwegs, so dass die erwartete Anzahl an Fahrgästen zu gering wäre, um den Einsatz zu rechtfertigen. Viele Grüße

  8. Ronald Schreiter

    Gibt es eigentlich noch weitere Fahrzeige, bei denen die Türen beim Öffnen oder Schließen so Nerv tötend laut piepen wie beim Talent 2? Es gibt sicher für Menschen angenehmere Töne. Legt der VVO bei anderen Ausschreibungen auch Wert auf lautes Piepen der Türen?

    1. Christian Schlemper

      Hallo Ronald, vielen Dank für Ihre Meinung. Auf die Lautstärke und den Ton des Piepens selber legen wir keinen Wert. Die akustische Warnung ist aber besonders für mobilitätseingeschränkte Reisende eine hilfreiche Unterstützung. Viele Grüße

  9. Bernd Böttcher

    Wird bald der Talent 2 bald auf der S2 eingesetzt?
    Habe den Talent 2 drei mal auf der S2 gesehen.
    Der Talent 2 wäre der beste Zug auf den Linien S2,S3,RB30 und RE3.
    Warum verkehr der RE20 nicht elektisch?

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, ein Einsatz der Talent 2 auf der S-Bahn ist nicht geplant.
      Der RE 20 verkehrt mit Diesel, da es derzeit für den Nahverkehr keine Mehrsystem-Elektro-Triebwagen gibt.
      Viele Grüße

      1. P. Michel

        Es gibt schon Mehrsystem-Triebwagen für den Nahverkehr. Man siehe dafür halt nach Nordrhein-Westfalen, wo ab Dez. 2016 auf der Strecke von Duisburg nach Arnhem (NL) neue 5-teilige FLIRT 3-Triebwagen der Abellio Rail NRW unterwegs sind. Ebenso ab Ende 2017 zwischen Bielefeld und Hengelo (NL) unter der Flagge von Keolis Deutschland mit der Marke „Eurobahn“ mehrsystemfähige Triebwagen fahren sollen.

  10. Bernd Böttcher

    Der RE20 könnte ja auf einer elektischen Trasse fahren Meißen Triebischtal – Meißen – Coswig – Radebeul Ost – Dresden-Neustadt – Dresden Mitte – Dresden Hbf – Heidenau – Pirna – Bad Schandau – Schöna – Děčín – Praha. Würde gern in der Fahrplanplanung mit arbeiten. Möchte für den VVO arbeiten

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, derzeit gibt es beim VVO keine offenen Stellen Aber bewerben Sie sich doch einmal für ein Praktikum. Alle Informationen finden Sie unter: http://bit.ly/1rLFvTQ

  11. Bernd Böttcher

    Habe für den RE20 ein vorschlag

    Meißen Triebischtal ab 07.11
    Meißen Alstadt ab 07.13
    Meißen an 07.15
    Meißen ab 07.17
    Coswig an 07.24
    Coswig ab 07.25
    Radebeul Ost ab 07.32
    Dresden-Neustadt an 07.37
    Dresden-Neustadt ab 07.38
    Dresden Mitte ab 07.40
    Dresden Hbf an 07.44
    Dresden Hbf ab 07.47
    weiter nach Litomerice Mesto

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, ich gebe Ihren Vorschlag gerne an die Fahrplaner weiter. Viele Grüße

  12. Bernd Böttcher

    sehr geehrter Herr Christian Schlemper nur bin ich kein student sondern möchte ich als Fahrplanplaner tätig werden

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, wie erwähnt gibt es derzeit keine offenen Stellen. Gerne können Sie aber eine Inititativbewerbung an uns senden. Die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Internetseite.

  13. Bernd Böttcher

    Die 3 Waggons sind zu wenig beim RE3 nach Hof (Saale) Hbf. Der ist immer voll und mann sollte mit 5 Waggons fahren mit einer BR146.2 hinten dran.

  14. Bernd Böttcher

    Was muss ich mir unter Inititativbewerbung vorstellen.

    1. Christian Schlemper

      Diese Frage und alles dazugehörige gehört aus meiner Sicht nicht in den VVO-Blog. Ich empfehle Ihnen dazu eine Internet-Recherche. Viele Grüße

  15. Bernd Böttcher

    Wann verkehrt der RE3 Hof (Saale) Hbf mit 5 Waggons?

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, dazu gibt es derzeit keine Planungen. Ich würde mich über eine andere Form Ihrer Fragen sehr freuen. Viele Grüße

  16. Bernd Böttcher

    Könnte die Städtebahn in Sebnitz 7:47,9:47,11:47,13:47,15:47 und 17:47 abfahren lassen und nicht 7 Minuten früher?

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, dann klappt der Anschluss der SB 71 in Richtung Bad Schandau nicht mehr. Viele Grüße

  17. Bernd Böttcher

    Ist es möglich wenn man mit dem RE3 oder RE9 aus richtung Chemnitz ein anschluss zu schaffen das man die S1 in richtung Bad Schandau bzw. Meißen Triebischtal? Wenn die S2 am Wochende bis Pirna gefahren wäre hätte ich nicht so lange warten müssen. Als reisender ist das sehr schlecht. In Richtung Bayern hat man guten Anschluss.

    1. Christian Schlemper

      Ich gebe die Anregung an die Fahrplaner weiter.

  18. Bernd Böttcher

    Das stimmt so garnicht. Ich habe die fahrpläne zuhause und habe das geprüft.

    1. Christian Schlemper

      Informationen dazu finden Sie im zugehörigen Blogbeitrag.

  19. Bernd Böttcher

    Vielen dank. Ich hatte einen schaffner gefragt ob ich die S1 noch bekomme und sagte durch die S1 wartet und die S1 war weg. War sehr sauer

  20. Ronald Schreiter

    Wie kommt es eigentlich, dass am gleichen Bahnsteig in Dresden Hbf der Talent nach Leipzig die Schiebetritte ausgefahren hat (zusätzlich Stolperstelle) – der Talent z.B. nach Cottbus gegenüber jedoch nicht? An beiden Zügen ist das VVO-Logo angebracht.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Ronald Schreiter, das ist eine interessante Beobachtung. Da ich immer nur in den einen oder den anderen Zug einsteige (und ich den Schiebetritt nicht als Stolperfalle wahrnehme) ist mir das noch gar nicht aufgefallen. Zu den technischen Details kann ich nur bei der DB einmal anfragen – es sind ja deren Fahrzeuge. Bis dahin viele Grüße

      1. Christian Schlemper

        Hallo Ronald Schreiter, die Nutzung der Schiebetritte ist eine Philosophiefrage. Jeder Betriebsleiter der DB AG hat zur Einführung der Talent 2 Triebwagen festgelegt, wie mit der Spaltüberbrückung an „unpassenden“ Bahnsteigen zu verfahren ist. Daher verfährt hier DB Regio Nordost anders als DB Regio Südost. Für die einen ist das generelle Ausfahren der Spaltüberbrückung positiv, für andere, so wie Sie, ist es in diesem Fall eher eine Stolperfalle. Eine konzernweit einheitliche Lösung wurde nach Angaben der DB AG diskutiert aber aus Sicherheitsgründen verworfen. Schließlich haben sich inzwischen Stammkunden an das jeweilige örtliche Prozedere gewöhnt. Überlegen Sie sich einmal, wie es wäre, wenn auf einmal der Schiebetritt aus dem RE 50 nicht mehr ausfährt. In den ersten Tagen würden die Pendler ins Leere fallen. Im anderen Fall wäre es dann wohl in der Tat eine Stolperfalle für routinierte Pendler Richtung Cottbus. Viele Grüße

  21. Ronald Schreiter

    Wäre hier nicht eine gute Möglichkeit für den Verkehrsverbund im Interesse der Kunden und des Mottos „Einfach umsteigen“ einigend auf die verschiedenen EVU (die jetzigen und die kommenden) einzuwirken?
    Schließlich hat man ja die Demontage der (amtlich zugelassenen) Klappsitze aus den Flucht- und Rettungswegen auch geschafft. Dadurch wurden die ehemaligen Stamm-Klappsitzbenutzer selbstverständlich benachteiligt.
    In diesem Zusammenhang bitte eine weitere Frage:
    Die Türöffnungsprozedur dem Talent 2 ist sehr gewöhungsbedürftig und eigentlich nur von Stammkunden fehlerfrei zu absolvieren. Sicherlich hat man mit einer Kurz-Bedienungsanleitung und Hinweis auf die 6-Sekunden-Wartezeit etwas nachgebessert. Das kann es doch nicht gewesen sein.
    Der Traum des Verbund-Kunden ist eine einheitliche Türöffnungsprozedur für alle Verbundverkehrsmittel. Das Prozedere bei der Straßenbahn kommt dem Ideal (bis auf die für die meisten Menschen schwer begreifbare „Gedenksekunde“) schon sehr nahe.
    Wäre es bei der Eisenbahn nicht auch machbar, einen Knopfdruck (Türöffnungswunsch) zu speichern und die Tür nach Halt und Freigabe ohne weitere Betätigung zu öffnen (zumal sie hier anders als bei der Straßenbahn vor Öffnen noch laut piept)?

    1. Christian Schlemper

      Hallo Ronald Schreiter, Ihr Vorschlag einer einheitlichen Türöffnung bei allen Verkehrsmitteln im Verbund ist aufgrund der völlig unterschiedlichen Rahmenbedingungen kaum umsetzbar. Eine einheitliche Regelung im VVO führt im Übrigen bei Linien, die den Verbundraum verlassen, dann an anderer Stelle zu Ungereimtheiten. Gerne gebe ich Ihre Gedanken aber an die Fachkollegen weiter. Viele Grüße

  22. Theodor Schade

    Lieber VVO, habe ein paar Fragen:
    1. Warum hat die VGM so unterschiedliche Busse? (nicht wie in Dresden fast einheitlich)

    2. Warum gibt es auf der Linie RB 110 so viele Aufenthalte? Wie wird diese Linie ab nächstem Jahr ersetzt?

    3. Wieso ist bei STREIKS die S1 immer in Coswig zuende?

    4. Könnte man die S2 und S3 nicht zusammenhängend zur S2 zusammenschließen? (wahrscheinlich zu wenig Fahrgäste, oder?)

    5. Mir ist aufgefallen, dass in Meißen am Busbahnhof die Fahrgastinformationen nicht dynamisch sind (nur nach Uhrzeit), dass teilweise Fahrten fehlen und dass z.B. keine Umleitungen durchs „Band“ laufen. Wird das noch verbessert?

    Ich finde diese Seite sehr gut!
    Viele Grüße

    1. Christian Schlemper

      Hallo Theodor Schade,
      ich möchte mal versuchen, ein paar Fragen zu beantworten.
      1. Zur Flottenvielfalft bei der VGM fragen Sie am besten einmal dort nach. Aber auch in Dresden ist die Flotte „bunt“: Neben Solaris und MAN-Bussen fahren auch Mercedes-Benz-Fahrzeuge und Busse der Firma „Hess“ bei der DVB AG.
      2. Informationen zum neuen Busnetz Nossen finden Sie auf unserer Internetseite unter http://bit.ly/QXBcIu Weitere Details folgen im Sommer. Der jetzige Zustand ist unter anderem den eingleisigen Abschnitten geschuldet.
      3. Zu den Folgen des Streiks fragen Sie am besten einmal die DB. Da sie bestreikt wird, obliegt ihr auch das Notfallangebot. Sie erreichen den Kundendialog unter http://bit.ly/1hYjvW4
      4. Wie möchten Sie denn S 2 und S 3 koppeln? Direkt durchfahren schneidet den Flughafen vom Hauptbahnhof ab. Darüber hinaus verbindet die jetzige S 2 die Wohngebiete im Dresdner Osten mit den Industriegebieten im Norden. Zusätzlich können wir heute so bereits einen relativ dichten Takt zwischen Pirna, Heidenau und Dresden anbieten.
      5. Vielen Dank für den Hinweis zur Fahrgastinformation am Busbahnhof Meißen. Ich sage dem Techniker Bescheid.

      Viele Grüße

  23. Theodor Schade

    Vielen Dank für ihre Antworten.

    Ich dachte man könnte die S2 in DD HBF wenden und als S3 weiter fahren lassen.

    Ich muss aufgrund eines Praktikums 2 Wochen von Coswig nach Dresden pendeln. Das kostet 2 Wochenkarten (62 € oder so). Ich finde es sollte noch ein Zwei-Wochen-Ticket im VVO-Tarif geben. Eine billigere Alternative gibt es nicht, oder?

    Warum gilt das Sachsen-Ticket im VVO nicht? Das finde ich wirklich schade.

    Als Pressesprecher haben sie wohl ganz schön viele Fragen zu beantworten,oder? Ich finde Sie machen das sehr gut. Der VVO hält seine Antwortgarantie.

    Mit freundlichen Grüßen
    Theodor Schade

    1. Christian Schlemper

      Hallo Theodor Schade,

      diese Zugwendung am HBF würde recht viel Zeit kosten und das Potenzial aus dem Dresdner Osten abschneiden. Insbesondere in der Hauptverkehrszeit ist die S 2 in ihrer jetzigen Form sehr gut nachgefragt.
      Zu Ihren Fragen: Wenn Sie zum Praktikum müssen, haben Sie vielleicht Anspruch auf Ermäßigung? Dann können Sie mit Kundenkarte die Wochenkarte für 23,50 EUR erwerben. Informieren Sie sich dazu doch einfach an der InfoHotline unter 0351 / 852 65 55. Zum Sachsenticket im VVO gibt es regelmäßig Gespräche, allerdings können wir hier nur moderieren. Da es sich um ein Ticket der DB handelt, müssen die anderen 12 Unternehmen mit ihr die Konditionen aushandeln – schließlich sind es deren Leistungen, die dann in einem Ticket der DB inklusive sind.

      Ach ja: Vielen Dank für das Lob – ich hab mich sehr gefreut.

  24. Theodor Schade

    Hallo,
    vielen Dank für ihren Tipp. Ich konnte tatsächlich das ermäßigte Ticket erwerben.
    Eine Frage hab ich noch:
    Wie funktioniert die Finanzierung im VVO? Wenn man ein Ticket am DB Schalter kauft, bekommt das dann der VVO und „verdienen“ die einzelnen Verkehrsgesellschaften sich alle einzeln ihr Geld? Wie funktioniert das?
    MfG Theodor

    1. Christian Schlemper

      Hallo Theodor Schade,

      das Geld, das Sie am schalter oder Automaten für ein Ticket zahlen, bleibt erst einmal bei dem Verkehrsunternehmen. Am Monatsende melden alle Unternehmen ihre Einnahmen an den VVO. Jedes Unternehmen behält eine Provision für den Verkauf da es ja den Automaten betreibt oder den Verkäufer oder Busfahrer. Der große Rest kommt in einen Topf und wird nach einem Schlüssel aufgeteilt. Diese Verteilung basiert grob gesagt, auf den Transportleistungen der einzelnen Unternehmen. Viele Grüße

  25. Theodor Schade

    Könnte man die RB 31 nicht in die S 4 umbenennen. Die Dresdner Bahnhöfe Friedrichstadt, Cotta, Kemnitz und Stetzsch werden überhaupt nicht von der S Bahn Dresden bedient! Außerdem habe ich noch einen Fahrplanvorschlag für die S1: alle 2 Stunden bis Nossen verlängern (Ankunft …00 / 30 )

    1. Christian Schlemper

      Hallo Theodor Schade, ob der Zug nun S 4 heißt oder RB 31, ist für das Angebot ja egal. Wichtig ist uns, dass die Züge klimatisiert sind, möglichst flach zum bequemen Einstieg und dass es überall Zugbegleiter gibt. Auf der Strecke nach Nossen sitzen durchschnittlich nur 13 Fahrgäste im Zug. Auch wenn der Zug bis Dresden fahren würde, steigen nicht so viel Personen ein, das sich ein Betrieb lohnt. Daher wird die Strecke zum Jahresende eingestellt und ein neues Busnetz geschaffen. Alle Details und Hintergründe finden Sie auf unserer Internetseite unter https://www.vvo-online.de/de/vvo/projekte-tagungen/rb-110-neues-busnetz-248.cshtml

  26. Ludwig Richter

    Im Talent aus Leipzig erscheint nach Halt am Bahnhof Dresden-Neustadt (und nicht nur dort) eine Ausschrift „RE50 Dresden Hbf >“. Dieses ist insofern ein Konstruktionsfehler, als es Aussteigewilligen suggeriert, man könne hier in Pfeilrichtung zum Dresdner Hauptbahnhof gelangen. In Wirklichkeit stimmt diese Anzeige nur an der Endstation.
    Ist es technisch möglich, den „falschen Pfeil“ nach Stillstand des Zuges zu unterdrücken? Einsteigende sehen die Information ohnehin nicht, weil die Anzeiger sich gerade in Längsrichtung über den Türzonen befinden.
    Übrigens: Der Doppelstockzug kommt ohne Pfeile aus.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Ludwig Richter, der Pfeil dient zur Anzeige, an welcher Seite der Ausstieg erfolgt. Insbesondere für schwerhörige Fahrgäste wurde der Pfeil eingeführt. Er sollte daher auch an jeder Haltestelle zu sehen sein. Die Information „RE 50 Dresden Hbf wiederum zeigt an, in welchem Zug man ist bzw. einsteigt. Ihren Vorschlag, die Anordnung zu überdenken bzw. den Pfeil zu unterdrücken, gebe ich an die DB Regio AG, der die Züge gehören, weiter. Viele Grüße

  27. Pendler

    Hallo VVO, hier ein paar Fragen zum Talent2 RE50.
    Leider fährt der RE 17053 nicht wie oben versprochen in 5+3 Kombination.
    Bitte benennen sie mal wie bei Veranstaltung und Fußballspielen die Kapazitäten erhöht werden (mehr als 5+3 ist ja nicht möglich).
    Wird mir die Taxifahrt nach Riesa bezahlt, wenn man wie das Himmelfahrtswochenende den Zug wegen Überfüllung in Dresden Neustadt verlassen muss? Es wollte einem keiner Quittieren das man nicht mitfahren durfte.
    Wieso sind die Mehrzweckbereiche nicht ordentlich ausgeschildert (Aufkleber fehlen, mein Tip: Klappsitze auf der Bodenseite mit Beschriftung versehen)?
    Warum sind die Zugbegleite nicht angehalten Fahrgäste auf normale Sitze zu verweisen, wenn Kinderwagen Rollstühle Gebäck und Fahrräder kommen?
    Warum schafft es die Klimaanlage nicht an warmen Tagen den Zug unter 25°C zu kühlen?
    Kann es sein das die Klimaanlage nur bestimmte Sitzgruppen belüftet satt den Raum?

    1. Christian Schlemper

      Hallo Pendler, vielen Dank für Ihre Anfragen.

      Zur Frage der Kapazität: In der Tat hatten wir die DB Regio nach den ersten Wochen des Betriebs aufgefordert, die Kapazitäten in der Hauptverkehrszeit zu erhöhen. Bei einigen Zügen, wie bei dem von Ihnen erwähnte RE 17053, hat sich inzwischen aber gezeigt, dass dies aufgrund der Fahrgastanzahl nicht notwendig ist. Manche Fahrgäste wünschen sich größere Kapazitäten nur für die Mitnahme von Fahrrädern, die wir aber schlichtweg nicht finanzieren können. Zur Frage der Kapazitätserhöhungen bei Veranstaltungen: Hier werden Züge in Doppeltraktion gefahren, die an regulären Tagen (ohne Feste, Fußball etc.) nur einfach fahren würden. Um den RE 50 zu entlasten, haben wir uns gemeinsam mit dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) dazu entschlossen, den RE 50 auch Sonntags im Stundentakt fahren zu lassen. Darüber hinaus können Pendler mit Wochen-, Monats- und Jahreskarte zum VVO-Tarif seit November 2014 zwischen Dresden und Riesa auch die ICE-Züge nutzen.
      Die weiteren Ihrerseits angesprochenen Kritikpunkte (Klimaanlage, Verhalten der Zugbegleiter, Beschilderung der Mehrzweckabteile) liegt in der Verantwortung der DB Regio AG, da es sich um deren Fahrzeuge und Mitarbeiter handelt. Gern können Sie sich dazu auch direkt an den Kundendialog der DB AG wenden.

      Viele Grüße

      1. Pendler

        Lieber Christian, danke für deine Antwort. Um einen einheitlichen Informationsfluss zu waren um nicht von der DB wieder an den VVO verwiesen zu werden bitte ich sie die oben genannten Probleme von Ihnen bei der DB anzusprechen.
        Seit mehr als 15Jahren fahre ich mit dem RE50 und es stimmt das früh eine schwankende Fahrgastanzahl vorherrscht. Da aber jeder Fahrgast ordentlich sitzen soll und gerade wegen der großeren Zustiege Weinböhla und Coswig stehen viele Leute an den Türen aufgrund unpassenden Sitzmöglichkeiten. Ich habe herausgehört das es nicht gewollt ist seitens DB den RE 17053 als 5+3 fahren zu lassen, weil dann das System mit dem Zusammenkuppeln nichtmehr aufgeht. Aussage eines Stellwerkers weil der 3er ja geparkt steht und dann einen ganzen Umlauf fahren muss weil am anderen Endbahnhof kein 3er steht, ich hoffe sie können mir folgen. Wenn wie bei den Umfragen der RE 50 in 30min Taktung fahren würde, zur vollen Stunde 5er zur halben Stunde 3er könnten sich die Fahrgastspitzen besser verteilen und sie vielleicht auch wieder ein paar Fahrgäste zurückgewinnen.

        1. Christian Schlemper

          Hallo Pendler, ich nehme die Punkte in das nächste Gespräch mit den Kollegen der DB auf.
          Um die Situation in den Einstiegsbereichen zu entspannen, haben wir mit der DB beschlossen, die dort installierten Klappsitze zu entfernen. Die Triebwagen sind durch die hohen Sitze und Toiletten auf den ersten Blick nicht zu überschauen, so dass manche Fahrgäste gleich stehen bleiben, statt sich einen Sitzplatz zu suchen. Das Phänomen der Taschen, die offenbar einen eigenen Platz brauchen, kommt dann noch hinzu. In Weinböhla gibt es durch die Züge aus Richtung Hoyerswerda, Cottbus und Elsterwerda und dem RE 50 fast jede Stunde drei Züge von und nach Dresden, ab Coswig können die Fahrgäste noch dazu die S-Bahn nutzen. Wir werden das Angebot in den nächsten Monaten auch noch einmal bewerben, um eine bessere Verteilung zu erreichen. Ein dichterer Takt auf dem RE 50 bedeutet insgesamt deutlich höhere Kosten (jeder Halt an einem Bahnhof und jeder Kilometer auf dem Gleis kostet Geld), so dass diese Variante nicht umsetzbar ist.
          Zu den Hintergründen des Fahrzeugeinsatzes kann ich nur sagen, dass dies, wie erwähnt, in der Verantwortung der DB liegt. Sie muss lediglich sicherstellen, dass es für alle Fahrgäste einen Sitzplatz gibt – andernfalls muss sie Strafe zahlen. Viele Grüße

          1. Tom Luko

            Es wäre vlt auch besser im Regionalverkehr auf die 1.Klasse zu verzichten. Zumindest dort wo die kapazitätsgrenze wie bei einem Dreteiler Talent 2 (RE50) erreicht sind. Da stehen Leute teilweise im Gang oder an den Ausstiegen. Die Plätze der 1.klasse dagegen sind meistens leer!

          2. Christian Schlemper

            Hallo Tom Luko, der trilex experimentiert ja derzeit mit dem Stammkundenbereich, der die 1. Klasse ersetzt hat. Anfangs gab es zu dieser Entscheidung einige Kritik. Wir verfolgen die Entwicklung mit Interesse und werden dann entscheiden, ob wir zukünftig auch auf anderen Strecken keine 1. Klasse mehr verlangen. Viele Grüße

  28. Ludwig Richter

    An den Glastüren der ersten Klasse in den Talenten der RE50 gibt es unten Aufschriften und Symbole, welche sicher erst nach einem Kniefall gelesen werden können. Was bedeuten diese und für wen sind diese gedacht?

    1. Christian Schlemper

      Hallo Ludwig Richter, haben Sie dazu vielleicht ein Foto? Dann frage ich gern einmal bei der DB nach. Ansonsten können Sie sich gern auch selber an den Kundendialog der Bahn wenden, da es ja deren Züge sind und wir für die technischen Details und angebrachten Aufkleber nicht verantwortlich sind. Die Kontaktdaten der Kollegen finden Sie unter https://www.vvo-online.de/de/vvo/verkehrsunternehmen/index.cshtml Viele Grüße, Christian

      1. Christian Schlemper

        Hallo Ludwig Richter, die DB hat mir nun geantwortet: beide Aufkleber weisen darauf hin, dass man kein Gepäck für die Tür stellen soll. Sie sind deswegen so niedrig angebracht, damit es die Fahrgäste beim Bücken und Abstellen des Gepäcks lesen. Viele Grüße

        1. Ludwig Richter

          Hallo Christian Schlemper, also mir persönlich sind Schilder lieber, vor denen man sich nicht bücken oder auf die Knie fallen muss, um sie lesen zu können. Um beim Thema zu bleiben: Im Doppelstockzug gibt es mehr Glastüren und keine tiefen Aufschriften darauf. Obwohl weniger Platz für Gepäck ist, bin ich immer problemlos durch die Wagen hindurchgekommen. Ich habe mitunter beim Talent den Eindruck, dass Probleme identifiziert wurden, wo keine sind und Probleme geschaffen wurden, wo keine waren (z.B. Klappsitze gegenüber der Behindertentiolette oder unerreichbar hohe Haltestangen für Stehplatzínhaber) und alles innerhalb des gleichen Konzerns.

          1. Christian Schlemper

            Hallo Ludwig Richter, vielen Dank für Ihre Meinung. Wie erwähnt,handelt es sich um Züge der DB Regio AG, bei denen wir bestimmte Eckpunkte bei der Qualität gefordert, aber nicht jedes Detail festgelegt haben. Wenden Sie sich zu diesen Punkten bitte direkt an die DB AG. Viele Grüße

  29. P. Michel

    Wäre es nicht für einige Wettbewerbsnetze im VVO sinnvoller, wenn das sogenannte RRX-Modell zur Anwendung kommt (Der Aufgabenträger schreibt den Betrieb und die Fahrzeugwartung getrennt voneinander aus). So hätte der VVO die „Macht“ darüber, wo welche Fahrzeuge eingesetzt werden, welche Anforderungen erfüllt werden müssen.
    Sicherlich lassen sich hierdurch auch bessere Ergebnisse in Ausschreibungen erzielen, wenn jeder Bieter mit dem gleichen Fahrzeugmaterial arbeiten muss.

    So etwas wäre für den Saxonia-Express und die S-Bahn Dresden wünschenswert.

    Weiterhin frage ich: Weshalb wird der RE20 mit Dieseltriebwagen bedient und nicht mit elektrischen Zügen. Elektrotriebwagen, die mehrsystemfähig sind gibt es bereits, z.B. die FLIRT3-Triebwagen der Abellio Rail NRW, die ab Juni 2017 zwischen Düsseldorf und Arnhem verkehren sollen. Auch sollen ab Dezember 2017 zwischen Bad Bentheim und Hengelo Mehrsystem-FLIRT3 der Eurobahn fahren.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Philipp Michel, wir beobachten die Ausschreibungsmodelle anderer Aufgabenträger genau und tauschen uns dazu mit ihnen aus. Bis zu den nächsten Ausschreibungen haben wir ja noch etwas Zeit.
      Der RE 20 entstand einmal als sommerliches Pendant zum Wintersport-Express. Daher kamen hier die gleichen Fahrzeuge zum Einsatz. (Hintergrund war damals, das das VVO-Dieselnetz und das Ostsachsennetz von der DB betrieben wurde und am Wochenende weniger Fahrzeuge gebraucht wurden und werden). Der Verkehrsvertrag für den RE 20 läuft voraussichtlich noch bis 2017. Ihre Anregungen zu Mehrsystem-Triebwagen gebe ich gern weiter. Viele Grüße

  30. Bernd Böttcher

    Wäre es möglich den RE50 im 30Minutentakt fahren zu lassen?

    Warum Fährt der RE50 aus Leipzig Hbf zwischen Radebeul Ost – Dresden-Neustadt auf der S-Bahntrasse?

    In Dresden-Trauchau wurde ein Passant vom RE50 überrascht. Wenn der RE50 nicht gehupt hätte hätte das schlimme folgen gehabt und durchsage gab es keine das eindurchfahrender Zug kommt.

    Warum nutzen Güterzüge zwischen Pirna und Dresden Hbf die S-Bahntrasse?
    Auch in den Abschnitt wird man nicht gewarnt ob ein durchfahrender Zug die trasse nutzt.

    Pirna Gleis 3 kommen immer die Durchsage bei durchfahrenden Zügen.

    Bitte um mehr sicherheiten an den Bahnhöfen.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Bernd Böttcher, eine weitere Taktverdichtung auf dem RE 50 können wir derzeit nicht bezahlen. Der RE 50 fährt auf den S-Bahn-Gleisen, um Radebeul Ost anzubinden. Dass Güterzüge zwischen Pirna und Dresden die S-Bahn-Gleise benutzen, erstaunt mich. Normalerweise fahren diese auf den Fernbahngleisen. Vielen Dank für den Hinweis zu den fehlenden Ansagen – das gebe ich an die DB Station&Service weiter. Viele Grüße, Christian

  31. Gregor Figula

    Hallo.

    Wie konnte man vor 15 Jahren eigentlich den RE 50 finazieren. Denn 2001 fuhren teilweise bis zu 7 Personenwagen der Bauart By und Elektroloks der Baureihe 143. Hatte man damals mehr Geld für lange Züge als heute? Denn ich halte es nicht für angemessen, auf so einer nachgefragten Strecke, wie dem RE 50 die Kapazität runterzusetzen.

    Ein damaliger Regionalzug des RE 50 hatte 441 Sitzplätze. Bei 7 Wagen sogar 524 Sitzplätze. Die Auslastung von 2001 bis heute dürfte jedoch angestiegen anstatt abgefallen sein.

    Gregor

    1. Christian Schlemper

      Hallo Gregor Figula, in den Jahren seit 2001 sind vor allem die Kosten für die Infrastruktur überproportional gestiegen. Daher war es notwendig, über Ausschreibungen im Eisenbahnverkehr wirtschaftliche Angebote zu erhalten und die Kosten stabil zu halten bzw. zu senken. Dazu kommt, dass früher das Rollmaterial schlichtweg schon vorhanden und teilweise schon abgeschrieben war. Bei neuen Verkehrsverträgen sind oft Investitionen in neues oder wenigstens saniertes Rollmaterial notwendig, die sich im Laufe der Vertragslaufzeit amortisieren müssen. Viele Grüße

  32. Anonym

    Hallo,

    ich pendle jeden Werktag zwischen Dresden und Riesa mit dem RE50. Die Zustände sind aus meiner Sicht immer noch unpassend. Daher nutze ich für die Rückfahrt täglich den Umlauf, wo der Doppelstockzug läuft (was Änderungen im Dienstplan hervorruft.) Wäre es nicht eine Option, anzuregen, das die Talent-Züge auf der S2 eingesetzt werden und die dafür frei werdenden Doppelstockzüge für den RE50 genutzt werden?

    VG

    1. Christian Schlemper

      Vielen Dank für Ihre Meinung. Ein Tausch der Fahrzeuge ist anfänglich diskutiert worden, wegen der unterschiedlichen Kosten und Anforderungen aber nicht möglich. Wenn Sie zwischen Riesa und Dresden pendeln, können Sie mit Ihrer VVO-Wochen-, -Monats- oder Jahreskarte alternativ auch die ICE und IC-Züge nutzen. Informationen dazu finden Sie unter http://v-v-o.de/NkQ Viele Grüße

  33. Jan Stöcker

    Sehr geehrter Herr Schlemper,

    wenn ich das richtig beobachte, fahren jetzt zwei Umläufe Saxonia Express mit Doppelstockwagen, teilweise beschriftet mit „S-Bahn Dresden“ nach Leipzig und sowohl dreier als auch fünfer Talente als S2 zum Flughafen, beschriftet mit „Saxonia Express“. Das was am 27.03. nicht möglich erschien, ist jetzt teilweise Realität! Gut so, wenn sich auch hier im Gästebuch geäußerte Vorschläge von Reisenden sich nach und nach durchsetzen.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Jan Stöcker, ihre Beobachtung ist richtig. Der aktuelle Tausch erfolgt lediglich wegen der Wartung von Talent-Fahrzeugen und dem Re-Design der S-Bahn-Wagen. Aus betrieblichen Grünen wird daher das verfügbare Wagenmaterial so eingesetzt, dass ausreichende Kapazitäten im Einsatz sind und keine Fahrten ausfallen müssen. Viele Grüße,

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