Viele Fragen in Bus und Bahn

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Ab 1. November werden Sie in Bussen und Bahnen im VVO neugierige Reisebekannte antreffen: Im Rahmen einer einjährigen Verkehrserhebung stellen Ihnen Mitarbeiter der Firma PTV Fragen rund um Ihr Ticket und Ihre Fahrt. Die Gründe und die Details der Befragung erläutern wir hier.

Von Christian Schlemper

Im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) gilt: Ein Ticket. Alles fahren. Das ist ein großer Vorteil für Sie als Fahrgast. Schließlich können Sie Ihr Ticket überall kaufen und damit alle Verkehrsmittel in den gewünschten Tarifzonen nutzen. Wie aber bekommt jedes Unternehmen seinen gerechten Anteil der Einnahmen, wenn jeder Fahrgast bei jedem Unternehmen ein Ticket kaufen kann und damit überall fahren kann? Dazu werden die Einnahmen aufgeteilt. Wie das funktioniert, erklären wir hier.

Alle fünf Jahre befragt der VVO Sie nach Ihrem Ticket und Ihrem Weg. Schließlich dreht sich die Welt ja weiter: Städte wachsen, Dörfer schrumpfen, Schulen schließen oder eröffnen, die einen Pendler gehen in Rente, neue kommen hinzu und Wandergruppen zieht es mal in die Sächsische Schweiz und mal ins Lausitzer Seenland. Dazu ändert sich das Angebot von Bussen und Bahnen: Auf einigen Strecken fahren heute mehr Züge als vor fünf Jahren, in anderen Gebieten fahren heute Busse statt Züge: Alles das führt dazu, dass Sie sich neue Wege suchen und die Einnahmen neu aufgeteilt werden müssen.

Damit die Befragung repräsentativ ist, dauert sie ein ganzes Jahr: Vom 1. November 2016 bis zum 31. Oktober 2017. Damit umfasst sie sowohl Zeiten, in denen viele Pendler und wenige Ausflügler unterwegs sind, als auch die Ferien, in denen es genau anders herum ist. Außerdem werden alle Fahrgäste befragt: Vom Schüler bis zum Rentner.

Die Befrager erkennen Sie an einem Ausweis und dem Gerät, mit dem Ihre Daten anonym erfasst werden. Sie fragen Sie kurz nach Ihrem Ticket, Ihrem damit zurückgelegten Weg und wie Sie zur Haltestelle gelangen. Bei Monats-, Jahres- und Wochenkarten möchten wir noch wissen, wie oft sie diese nutzen. Haben Sie Fragen oder Hinweise, können Sie eine Kummerkarte ausfüllen, die die Befrager bei sich tragen.

 

Um möglichst genaue Daten zu erhalten und so jedes Unternehmen für seine Leistungen zu entlohnen, bitten wir um Ihre Unterstützung und Mitarbeit. Ihre Antworten sind uns wichtig. Vielen Dank.


8 Kommentare

  1. Frau Lerner

    Ich freue mich, dass ich auf diesem Weg die Möglichkeit habe, sagen zu können, was mich zu diesem Thema bewegt
    Da ich in Freital wohne, steige ich oft in Freital-Potschappel in die S-Bahn, um nach Dresden zu gelangen. Oft bestehen Unsicherheiten des Service-Personals, wie nun eine Grenzraum -Regelung zu handhaben ist. So viel Personal man befragt, soviel unterschiedliche Preisauskünfte bekommt man manchmal, besonders, wenn es sich nicht nur um eine einfache Fahrkarte handelt. Warum hängen die Festlegungen zum Grenzraum nicht auf dem Potschappler Bahnhof aus?
    Noch störender für mich ist jedoch, dass ich von der Bushaltestelle Burgwartstraße nicht mehr ohne umzusteigen auf den Busbahnhof gelange! Das ist eine große Verschlechterung meiner Mobilität! Früher bin ich viel häufiger mit dem Bus gefahren. Da ich nicht selbst Auto fahre, bin ich oft auf das Taxi angewiesen, was natürlich viel teurer und nicht so umweltfreundlich ist.

    1. Christian Schlemper

      Hallo Frau Lerner, vielen Dank für Ihren Beitrag. Ihren Hinweis zur fehlenden Kenntnis zum Grenzraum geben wir an die Bahngesellschaften weiter. es ist ja in der tat nicht ganz einfach, daher haben wir selber vor einigen Wochen auch ein kleines Video dazu gedreht: https://www.youtube.com/watch?v=UkpdtlLgtM0 Die Idee, einen Aushang in Potschappel anzubringen, gebe ich an die Kollegin hier im Haus weiter. Ich finde das sehr gut, da wird sich etwas machen lassen. Der Stadtverkehr in Freital liegt in der Verantwortung des Landkreises, der Stadt und des RVD. Ihre Kritik leite ich an die entsprechenden Stellen weiter. Viele Grüße

  2. Anonym

    Hallo,

    ich würde zu den Befragungen gerne wissen, ob die Teilnahme freiwillig ist, da ich oftmals den Eindruck hatte, als ob eine Teilnahme verpflichtend sei. Insbesondere da die Befragungen meist mit Fahrausweiskontrollen kombiniert wurden, die natürlich nicht freiwillig sind.

    Vielen Dank!

    1. Christian Schlemper

      Hallo, die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig. Viele Grüße

  3. Rick Scholz

    Guten Tag, ich habe gestern an besagter Befragung teilgenommen uns War positiv davon überrascht. Und War so fasziniert das ich den jungen Mitarbeiter direkt fragte ob das jedermann machen könne. Er erwiderte ein ja, und das ich mich gern bewerben könne. Er gab mir lediglich die Visitenkarte die mich nun auf diese Seite bringt. Nun meine frage,wie und wo kann ich mich bewerben? Finde die Aktion wirklich super!

    1. Christian Schlemper

      Hallo Rick Scholz, die Befragung führt das Ingenieurbüro PTV für uns durch. Informationen zu einer Bewerbung finden Sie direkt auf deren Internetseite unter https://www.erhebungsbuero.com/vvo/

      Viele Grüße

  4. Fr. Mann

    Hallo, wo und wie kann ich mich über einen „Befrager“ beschweren?

    Viele Grüße

    1. Christian Schlemper

      Hallo Frau Mann, der VVO hat das Ingenieurbüro PTV mit der Befragung beauftragt. Gern können Sie unser Kontaktformular unter https://www.vvo-online.de/de/vvo/kontakt/kontakt.cshtml nutzen und uns schildern, was passiert ist. Wir werten den Vorfall dann mit PTV aus. Viele Grüße und trotz des Ärgers noch einen schönen Tag

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